KV-Verhandlungen der Papierindustrie seitens der Gewerkschaft gescheitert

Angebot der Papierindustrie nicht akzeptiert - Terminvorschlag für weitere Verhandlungsrunde nicht angenommen

Wien (PWK764) - Die gestern, Mittwoch, geführten Kollektivvertragsverhandlungen der Papierindustrie sind seitens der Gewerkschaft der Chemiearbeiter und der Gewerkschaft der Privatangestellten für gescheitert erklärt worden. Das von der Papierindustrie vorgelegte Angebot, der starken Differenzierung der Ergebnisse innerhalb der Industrie durch einen Kollektivvertragsabschluss von 1,6 % und zusätzliche Prämien entsprechend dem wirtschaftlichen Erfolg der einzelnen Unternehmen Rechnung zu tragen, wurde nicht akzeptiert.

Die Löhne und Gehälter der Papierindustrie liegen innerhalb der Gesamtindustrie jeweils an 4. Stelle und damit deutlich über dem Durchschnitt der Industrie. In den letzten Jahren wurden darüber hinaus ergebnisabhängige Prämien in Höhe von bis zu 5 % des Durchschnittslohnes bzw. -gehaltes ausgezahlt.

Die diesjährigen Ergebnisse sind durch sehr unterschiedliche konjunkturelle Entwicklungen und Auslastungen in den einzelnen Betrieben besonders differenziert. Während einige Betriebe zufriedenstellende Ergebnisse aufweisen, gibt es in einzelnen Unternehmen massive Abstellungen von Papiermaschinen und Ergebniseinbrüche. Kurzarbeit konnte bisher vermieden werden, ist jedoch durch die weitere Auftragsschwäche in Hinkunft nicht auszuschließen.

Ein Terminvorschlag für eine weitere Verhandlungsrunde wurde seitens der Gewerkschaften nicht angenommen. (us)

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