• 24.10.2002, 09:14:31
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  • OTS0028 OTW0028

KV-Verhandlungen der Papierindustrie seitens der Gewerkschaft gescheitert

Angebot der Papierindustrie nicht akzeptiert - Terminvorschlag für weitere Verhandlungsrunde nicht angenommen

Wien (PWK764) - Die gestern, Mittwoch, geführten
Kollektivvertragsverhandlungen der Papierindustrie sind seitens der
Gewerkschaft der Chemiearbeiter und der Gewerkschaft der
Privatangestellten für gescheitert erklärt worden. Das von der
Papierindustrie vorgelegte Angebot, der starken Differenzierung der
Ergebnisse innerhalb der Industrie durch einen
Kollektivvertragsabschluss von 1,6 % und zusätzliche Prämien
entsprechend dem wirtschaftlichen Erfolg der einzelnen Unternehmen
Rechnung zu tragen, wurde nicht akzeptiert.

Die Löhne und Gehälter der Papierindustrie liegen innerhalb der
Gesamtindustrie jeweils an 4. Stelle und damit deutlich über dem
Durchschnitt der Industrie. In den letzten Jahren wurden darüber
hinaus ergebnisabhängige Prämien in Höhe von bis zu 5 % des
Durchschnittslohnes bzw. -gehaltes ausgezahlt.

Die diesjährigen Ergebnisse sind durch sehr unterschiedliche
konjunkturelle Entwicklungen und Auslastungen in den einzelnen
Betrieben besonders differenziert. Während einige Betriebe
zufriedenstellende Ergebnisse aufweisen, gibt es in einzelnen
Unternehmen massive Abstellungen von Papiermaschinen und
Ergebniseinbrüche. Kurzarbeit konnte bisher vermieden werden, ist
jedoch durch die weitere Auftragsschwäche in Hinkunft nicht
auszuschließen.

Ein Terminvorschlag für eine weitere Verhandlungsrunde wurde seitens
der Gewerkschaften nicht angenommen. (us)

Rückfragehinweis: Wirtschaftskammer Österreich
Presseabteilung
Tel.: (++43-1) 50105-4161
Fax: (++43-1) 50105-263
mailto:[email protected]
http://www.wko.at/Presse

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