- 22.10.2002, 12:17:41
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Erfolgreiche Wiener AbfallmanagerInnen gekürt
Auszeichnung für effiziente Maßnahmen zur Abfallvermeidung in Wiener Betrieben
Wien (OTS) - Die Wiener Umweltschutzabteilung (MA 22) hat am
Montag die besten zehn Abfallbeauftragten mit dem Preis
"Abfallmanager 2002" im Wiener Rathaus ausgezeichnet. Gleichzeitig
wurde an diesem Abend das 10-jährige Jubiläum des "Clubs der Wiener
Abfallbeauftragten" gefeiert.
Umweltstadträtin Dipl. Ing. Isabella Kossina: "Durch die Arbeit
der Abfallbeauftragten gelingt es Jahr für Jahr, tausende Tonnen
Abfälle in den Wiener Betrieben einzusparen. Das ist ein wertvoller
Beitrag für Wiens Umwelt- und Lebensqualität". Dass die
Zusammenarbeit zwischen Behörde und Abfallbeauftragten bestens
funktioniert, bestätigt auch Dr. Karin Büchl-Krammerstätter, Leiterin
der Wiener Umweltschutzabteilung: "Die Abfallbeauftragten sind
wichtige Partner der Umweltschutzabteilung, wenn es darum geht, in
den Wiener Betrieben wirkungsvolle Maßnahmen zur Abfallvermeidung zu
realisieren. Oft wirken sich diese Maßnahmen ganz im Sinne eines
integrativen Umweltschutzes auch positiv auf die Luftreinhaltung oder
den Klimaschutz aus."
Die besten AbfallmanagerInnen bzw. Abfallmanagerteams 2002
kommen vom Gottfried von Preyer'sches Kinderspital, Henkel Austria,
IKEA, Medtech Plus, VAMED - Krankenhausmanagement und
Betriebsführung, Liska Entsorgungsmanagement, Fernwärme Wien,
Österreichische Nationalbank, Bundesministerium für Land- und
Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft und von den ROTE NASEN
Clowndoctors. Nebst Urkunde bekamen die Preisträger eine aus
Abfallresten gefertigte Auszeichnungstrophäe überreicht. Moderator
der Auszeichnungsveranstaltung war Mag. Andreas Jäger, bekannt aus
dem "Ö3-Wecker".
Tausende Tonnen Abfälle eingespart oder wiederverwertet
Die ausgezeichneten AbfallmanagerInnnen haben durch ihre Arbeit
tausende Tonnen Abfälle vermieden oder wiederverwertet. Wie
erfolgreich sich die Maßnahmen sich in der Praxis bewährt haben,
lässt sich an konkreten Beispielen des Preyer'schen Kinderspitals,
Henkel Austria oder der Firma Medtechplus demonstrieren.
Gottfried von Preyer'sches Kinderspital: Fast 50
Tonnen weniger Abfall
Mit Maßnahmen wie den weitgehenden Verzicht auf
Einzelverpackungen, der Reduktion des Verbrauches von Einmalartikel,
der Speisereste, des Sperrmülls und der Reinigungsmittel erzielte das
Team um Eva Wallerer (Umweltmanagerin) und Ing. Johann Danhofer
(Umweltverantwortlicher) im Preyer'schen Kinderspital beindruckende
Ergebnisse: Die Gesamtabfallmenge des Spitals konnte von 270 Tonnen
im Jahr 2000 auf 224 Tonnen im Jahr 2001 verringert werden. Der
Verbrauch an Reinigungsmittel ist um rund 11 % gesunken. Die
krankenhausspezifischen gefährlichen Abfälle ("Schwarze Tonne") wurde
in den letzten vier Jahren von 0,090kg/Pflegetag auf 0,038
kg/Pflegetag reduziert. Außerdem werden mit Hilfe einer Datenbank die
abfallintensivsten Produkte, deren Gewicht und Entsorgungsweg
erfasst. Das macht eine genaue Abfallanalyse möglich, die wiederum
als Basis für weitere wirkungsvolle Maßnahmen dient.
Henkel Austria Gesmbh: Kunststoffflaschen werden
recycelt
Ein weiterer Abfallmanager des Jahres ist Ing. Alexander Rammel,
der für Henkel Austria arbeitet. Die wichtigsten Maßnahmen für die er
geehrt wurde: Die Abfüllanlage für Flüssigprodukte im
Markenartikelbereich wurde von PE-Flaschen auf PET-Flaschen
umgestellt. So konnten Materialausschuss und Produktionsabfälle um
60.000 Kilogramm pro Jahr verringert werden. Außerdem sind die
Flaschen nun um 15 Prozent und die Waschmittelverpackungen um 10
Prozent leichter geworden. Das Kunststoffverpackungsmaterial wird in
einer firmeneigenen Anlage zu Kunststoffgranulat gemahlen. Aus 80
Tonnen dieses Materials pro Jahr wird die 100
Prozent-Recyclingflasche für das Produkt "Substral" erzeugt. 800
weitere Tonnen Granulat werden an kunststoffproduzierende Betriebe
geliefert. Durch die Umstellung auf Mehrwegpaletten können jetzt
jährlich 9 Prozent Holzabfälle gespart werden. Weiters macht eine
neue Anlage zur Erzeugung von Weichspülern und Haushaltsreinigern das
Reinigen der Produktionskessel beim Wechsel des erzeugten Produktes
überflüssig. So wird verhindert, dass wie früher 140 Tonnen jedes
einzelnen Produktes im Reinigungsprozess verloren gehen.
Medtech Plus: Gebrauchte medizinische Geräte für
Entwicklungsländer
Der sozial-ökonomische Betrieb Medtech Plus beschäftigt sich mit
dem Recycling von medizinischen Geräten, mit der medizinischen
Versorgung von Ländern in der dritten Welt und beschäftigt außerdem
Langzeitarbeitslose. Im Jahr 2001 wurden 1.500 Stück ausgedienter
medizinischer Geräte mit einem Gesamtgewicht von 81 Tonnen zur
Reparatur übernommen. Geräte werden instand gesetzt, auf die
Bedürfnisse der Projektländer abgestimmt und geprüft. Danach werden
sie bei Entwicklungshilfeprojekten - nach dem Motto "Hilfe zur
Selbsthilfe" - eingesetzt. Dem ausgezeichneten Abfallmanagerteam
gehören Ing. Peter Gluchi, Mag. Peter Horatschek, Ing. Franz
Schweighofer, Martina Ettlinger-Höller und Monika Weinrichter an.
Preis wird alle zwei Jahre vergeben
Mit der Auszeichnung der besten AbfallmanagerInnen hat die
Wiener Umweltschutzabteilung im Jahr 2000 begonnen. Alle zwei Jahre
werden diese Preise verliehen. Viele Betriebe haben heuer ihre
Maßnahmen eingereicht. Eine Expertenjury beurteilt die Projekte. Mit
der Auszeichnung in feierlichem Rahmen im Wiener Rathaus wollen sich
die Wiener Umweltexperten bei allen Abfallbeauftragten bedanken für
ihre Ideen, ihre Leistungen, ihr Engagement und für die Bereitschaft
in einer guten Partnerschaft mit dem Umweltschutz in Wien
zusammenzuarbeiten. Das nächste Mal wird diese Auszeichnung im Jahr
2004 vergeben werden. Informationen: Georg Patak, MA 22 -
Umweltschutz, 4000/88268.
Allgemeine Informationen:
o MA 22: http://www.wien.gv.at/ma22/index.htm
(Schluss) vit/gat
Rückfragehinweis:
PID-Rathauskorrespondenz:
http://www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Martina Vitek
Tel.: 4000/81 359
Handy: 0664/358 23 86
mailto:vit@ggu.magwien.gv.at
Wolfgang Gatschnegg (MA 22)
Tel. 01 4000/88303 oder 0664 345 39 96,
e-mail: gat@m22.magwien.gv.at
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