- 19.10.2002, 14:07:52
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Raidl: Große Schlacht zwischen Markt und Staat ist geschlagen
Bildung: Mit finanziellen Anreizen Verhaltensänderung bringen
Alpbach, 19. Oktober 2002 (ÖVP-PD) "Die große Schlacht zwischen
Markt und Staat ist geschlagen – das wird zwar nicht von allen
akzeptiert, aber welches System besser ist, daran kann seit 13
Jahren kein Zweifel mehr sein", sagte heute, Samstag, Böhler-
Uddeholm-Generaldirektor Mag. Claus Raidl beim ÖVP-Bundeskongress in
Alpbach. Das Motto könne heute nur sein, mehr Marktwirtschaft zu
wagen, der Staat solle die Rahmenbedingungen anbieten und etwa auch
beim Bildungsangebot nicht mehr als Monopolist auftreten. ****
Im Rahmen des Alpbach-Prozesses sei in seiner Expertengruppe viel
über Weiterbildung nachgedacht worden, so Raidl. "Wir müssen dabei
die Menschen mit finanziellen Anreizen zu einer Verhaltensänderung
bringen. Das ist die Lösung", betonte Raidl. Niemand solle bei der
Bildung in einer Sackgasse sein, jeder solle weiterkommen können.
Österreich brauche sich mit seinen Lehrlingen und Lehrherren keine
Sorgen im internationalen Wettbewerb zu machen. Das Land sei nicht
nur gegenüber den USA, sondern auch in Europa in einer
Spitzenposition. Es müsse Ziel sein, diese abzusichern und zu
verbessern. Dazu sei Wachstum erforderlich. "Ohne Wachstum geht
nichts. Österreich hat sich bei den Standortfaktoren in den letzten
Jahren sukzessive verbessert. Wir müssen aber als Hauptproblem die
Arbeitslosigkeit mit allen Mitteln reduzieren. Das müssen wir in
Angriff nehmen", so Raidl.
Die Frage der Arbeitslosigkeit sei nur mit Wachstumspolitik zu
lösen, um mehr Menschen in Beschäftigung zu bringen. Dazu müsse die
unternehmerische Tätigkeit erleichtert werden. "Das ist der einzige
Weg. Wir dürfen nicht den kurzfristigen Verlockungen der
Schuldenfalle erliegen, sondern die Unternehmen entlasten", betonte
Raidl.
Als ein Hauptziel formulierte Raidl, die Abgabenquote mittelfristig
auf 40 Prozent zu senken. Dies sei durch eine Wachstumsstrategie und
eine Verwaltungsreform erreichbar, auch in Richtung Public Private
Partnership. (Fortsetzung)
Rückfragehinweis: Österreichische Volkspartei
Kommunikationsabteilung
Tel.: (++43-1) 40 126-420
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