Raidl: Große Schlacht zwischen Markt und Staat ist geschlagen

Bildung: Mit finanziellen Anreizen Verhaltensänderung bringen

Alpbach, 19. Oktober 2002 (ÖVP-PD) "Die große Schlacht zwischen Markt und Staat ist geschlagen – das wird zwar nicht von allen akzeptiert, aber welches System besser ist, daran kann seit 13 Jahren kein Zweifel mehr sein", sagte heute, Samstag, Böhler-Uddeholm-Generaldirektor Mag. Claus Raidl beim ÖVP-Bundeskongress in Alpbach. Das Motto könne heute nur sein, mehr Marktwirtschaft zu wagen, der Staat solle die Rahmenbedingungen anbieten und etwa auch beim Bildungsangebot nicht mehr als Monopolist auftreten. ****

Im Rahmen des Alpbach-Prozesses sei in seiner Expertengruppe viel über Weiterbildung nachgedacht worden, so Raidl. "Wir müssen dabei die Menschen mit finanziellen Anreizen zu einer Verhaltensänderung bringen. Das ist die Lösung", betonte Raidl. Niemand solle bei der Bildung in einer Sackgasse sein, jeder solle weiterkommen können.

Österreich brauche sich mit seinen Lehrlingen und Lehrherren keine Sorgen im internationalen Wettbewerb zu machen. Das Land sei nicht nur gegenüber den USA, sondern auch in Europa in einer Spitzenposition. Es müsse Ziel sein, diese abzusichern und zu verbessern. Dazu sei Wachstum erforderlich. "Ohne Wachstum geht nichts. Österreich hat sich bei den Standortfaktoren in den letzten Jahren sukzessive verbessert. Wir müssen aber als Hauptproblem die Arbeitslosigkeit mit allen Mitteln reduzieren. Das müssen wir in Angriff nehmen", so Raidl.

Die Frage der Arbeitslosigkeit sei nur mit Wachstumspolitik zu lösen, um mehr Menschen in Beschäftigung zu bringen. Dazu müsse die unternehmerische Tätigkeit erleichtert werden. "Das ist der einzige Weg. Wir dürfen nicht den kurzfristigen Verlockungen der Schuldenfalle erliegen, sondern die Unternehmen entlasten", betonte Raidl.

Als ein Hauptziel formulierte Raidl, die Abgabenquote mittelfristig auf 40 Prozent zu senken. Dies sei durch eine Wachstumsstrategie und eine Verwaltungsreform erreichbar, auch in Richtung Public Private Partnership. (Fortsetzung)

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