ÖBB: Lärmschutz in Vorarlberg entlang der Bahnstrecken

Vorarlberg wird leiser: 80 Prozent der betroffenen Bevölkerung ist bereits mit Lärmschutzmaßnahmen versorgt

Bregenz (ÖBB) - Dem Lärmschutz entlang von Eisenbahn-Bestandsstrecken wird in Vorarlberg große Bedeutung beigemessen. "Seit 1994 wird für die Menschen, die entlang der Bahn wohnen, umfassender Lärmschutz errichtet", betont ÖBB Planungschef Thomas Türinger im Rahmen der heutigen Pressekonferenz. Neun Projekte sind bereits realisiert. Dazu zählen die Lärmschutzmaßnahmen in Bregenz, Dornbirn, Nüziders, Feldkirch-Buchs und Lauterach. In Bludenz konnten die Lärmschutzwände im Zuge des zweigleisigen Ausbaues Feldkirch - Bludenz fertig gestellt werden. Gegenwärtig verfügt Vorarlberg über Lärmschutzwände in einer Gesamtlänge von 26,8 km und einer Fläche von 75.300 m2. "Mit Jahresende haben acht von zehn der betroffenen Vorarlbergerinnen und Vorarlberger umfassenden Lärmschutz", so Thomas Türinger. Die Errichtung von Lärmschutzmaßnahmen im Ländle erfolgt in insgesamt 20 Gemeinden. Das Kostenvolumen für Lärmschutzwände und Lärmschutzfenster beträgt insgesamt rund 30 Mio. Euro.****

Vorreiter Vorarlberg
Das Abkommen zur lärmtechnischen Sanierung der Eisenbahn-Bestandsstrecken zwischen dem Bund und dem Bundesland Vorarlberg geht auf das Jahr 1994 zurück. Mit einem Finanzierungsvolumen von 10,9 Mio. Euro und auf Basis des vereinbarten Kostenschlüssels von 80 Prozent Bund und 20 Prozent Land Vorarlberg wurden die drei erstgereihten Untersuchungsbereiche in Bregenz, Dornbirn und Nüziders lärmtechnisch saniert. Die Lärmschutzwände im Gesamtausmaß von rund 13,7 km sind in diesem Bereich fertig gestellt. Die Förderung der Lärmschutzfenster für die betroffene Bevölkerung läuft bis 31.12.2004.

Für die Umsetzung aller weiteren Lärmschutzprojekte wurde 1998 ein neues Übereinkommen "über die Planung, Durchführung, Erhaltung und Finanzierung von Lärmschutzmaßnahmen" mit dem Bund geschlossen. Der Kostenschlüssel für die Errichtung von Lärmschutzmaßnahmen bei allen weiteren Projekten beträgt 50 Prozent Bund, 30 Prozent Bundesland Vorarlberg und 20 Prozent die jeweilige Gemeinde. Darunter fallen die bereits realisierten Lärmschutzprojekte Feldkirch-Buchs und Lauterach. Die Umsetzung der Lärmschutzmaßnahmen erfolgt durch die ÖBB. Das qualitätsgesicherte Projektmanagement des ÖBB-Geschäftsbereiches Planung & Engineering gewährleistet optimale Planung in Abstimmung mit Land und Gemeinden und führt die in Übereinstimmung entwickelten Lärmschutzmaßnahmen auf dem neuesten Stand der Technik durch.

Lebensqualität für 80 Prozent der betroffenen Bevölkerung Gegenwärtig finden in den Gemeinden Altach, Nenzing und Feldkirch-Altenstadt Lärmschutzarbeiten statt. Bis Jahresende verfügt bereits 80 Prozent der betroffenen Bevölkerung über einen entsprechenden Lärmschutz. "Diese Lärmschutzmaßnahmen erhöhen die Lebensqualität für über 8.000 Vorarlbergerinnen und Vorarlberger", so ÖBB Planungschef Thomas Türinger. Für die Lärmschutzmaßnahmen in Hohenems, Rankweil und Götzis ist die Planung bereits fertig gestellt. An den Projekten in Wolfurt, Schwarzach, Ludesch, Frastanz/Göfis wird derzeit geplant. Mit dem erfolgreichen Abschluss sämtlicher Lärmschutzprojekte wird das schöne Land Vorarlberg für über 10.000 Einwohner und Millionen Touristen hörbar leiser und noch attraktiver.

Rückfragen & Kontakt:

ÖBB-Kommunikation Tirol/Vorarlberg
Arno Guggenbichler
Tel.: +43 (0512) 93000 - 2110
Fax: +43 (0512) 93000 - 5001
E-Mail: arno.guggenbichler@kom.oebb.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NBB0001