• 10.10.2002, 09:52:38
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ORF-"Schatzhaus Österreich" lädt zum Rundgang durch Steyr

Eintrittsgeld kommt der "Hochwasserhilfe für denkmalgeschützte Gebäude" zugute

Wien (OTS) - "Schatzhaus Österreich" lädt zum Lokalaugenschein
durch die vom Hochwasser beschädigte Stadt Steyr - am Sonntag, dem
13. Oktober 2002. Treffpunkt ist um 15.00 Uhr beim Rathaus
(Stadtplatz 27) in 4400 Steyr. Erwachsene zahlen sechs Euro Eintritt.
Das Geld kommt aus aktuellem Anlass der Spendenaktion des
Bundesdenkmalamtes "Hochwasserhilfe für denkmalgeschützte Gebäude"
zugute.

August 2002: Das Hochwasser überflutet Steyr und beschädigt rund 150
denkmalgeschützte Bauten. Die Stadt wurde zum Schadenszentrum im
oberösterreichischen Hochwassergebiet. Drei Millionen Euro sind nach
ersten Schätzungen für die Restaurierung beschädigter Fassaden,
Fenster, Türen, oder Steinverkleidungen erforderlich. Die Kosten zur
Wiederherstellung der betroffenen Innenbereiche wie Böden oder Wände
sind in der Schadenssumme nicht enthalten. Steyr verfügt über eine
hohe Dichte an denkmalgeschützten und denkmalwürdigen Gebäuden,
insbesondere historischen Bürgerhäusern - in exponierter
geografischer Lage. Das Hochwasser der Enns und der Steyr drang von
mehreren Seiten in die Altstadt ein. Die durchschnittlich alle 21
Jahre überflutete Stadt, die mit der Gefahr umzugehen gelernt hat,
war diesmal mit einer Ausnahmesituation konfrontiert. Der Pegel
erreichte einen Höchststand, der erstmals jenen des Hochwassers von
1899 übertraf. Die rasche Fließgeschwindigkeit ließ keine Zeit für
Schutzmaßnahmen, die Alusperren der Kaihäuser konnten nicht mehr
eingeschoben werden. Das gesamte Ensemble des vorstädtischen
Wehrgrabenviertels stand unter Wasser, das auch den erhöht gelegenen
historischen Stadtplatz erreichte. Keller und Erdgeschoße der Gebäude
an der Geländestufe zur Enns wurden überflutet, darunter das frisch
renovierte Rathaus.

Das volle Ausmaß an notwendigen Maßnahmen ist noch offen: Neben dem
akuten Restaurierungsbedarf, der nun nach Ablaufen des Wassers
erhoben wird, ist mit langfristigen Schäden zu rechnen: vor allem
durch erhöhte Feuchtigkeit oder ausgelaufene Chemikalien. Neben der
Beeinträchtigung der Bausubstanz, insbesondere durch statische
Probleme, sind entsprechende Schäden an Fassaden sowie Ausstattung
und Einrichtung zu erwarten. Die Altsubstanz hielt dem Hochwasser in
der Regel stand, während es zu großen Schäden bei Bauteilen mit
Beton, Gips oder Pressspanplatten kam. Die mit historischen Techniken
und natürlichen Materialien wie Stein, Ziegel und Holz gefertigten
Bauten sind insgesamt langlebiger - und relativ hochwasserresistent.
Bei einem Rundgang erklären die Denkmalschützer der Stadt Steyr die
Schadensbilder an den betroffenen Gebäuden und geben Tipps für
fachgerechtes Sanieren.

Informationen: Generalsekretariat "Schatzhaus Österreich", Renate
Heinzl, Tel. (01) 440 00 41 oder 0664/474 07 31; tv.ORF.at und ORF
TELETEXT, Seite 624.

Rückfragehinweis: ORF-Pressestelle
Rudolf Fehrmann
(01) 87878 - DW 12765
http://tv.ORF.at
http://kundendienst.ORF.at

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