• 03.10.2002, 15:06:02
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Rauch-Kallat: SPÖ heißt weniger Geld für Universitäten

Gusenbauer betreibt Bildungspolitik aus dem Container =

Wien, 3. Oktober 2002 (ÖVP-PK) "Offensichtlich entwirft die SPÖ
auch ihre Bildungspolitik im Container, denn nur so sind die
kurzsichtigen Vorschläge Gusenbauers erklärbar", stellte ÖVP-
Generalsekretärin Abg.z.NR Maria Rauch-Kallat heute, Donnerstag,
fest. Die Aufhebung der moderaten Studienbeiträge würde eine Kürzung
der Mittel für die Universität bedeuten. Auch die zwingende
flächendeckende Einführung der Ganztagsschule und der Gesamtschulen
seien längst überholte "alte Hüte", so Rauch-Kallat. Gusenbauer solle
darüber hinaus auch bei der Kinderbetreuung nicht alle über einen
Kamm scheren, sondern den Eltern neben Kindergärten auch weitere
Angebote wie beispielsweise Tagesmütter offen lassen. ****

"Mit dem moderaten Studienbeitrag von 363,36 Euro pro Semester
leistet jeder Studierende einen Beitrag, der nicht einmal sechs
Prozent der tatsächlichen durchschnittlichen Kosten seiner Ausbildung
entspricht." Durch die Erhöhung der Mittel für Sozialstipendien von
32,7 Mio. Euro auf 145 Mio. Euro sei sichergestellt, "dass jeder, der
studieren will und dazu befähigt ist, auch studieren kann". Dies
zeige sich durch die Tatsache, dass sich die Zahl der aktiv
Studierenden seit der Einführung nicht geändert habe. "Wenn
Gusenbauer die von der Bevölkerung mehrheitlich akzeptierten
Studienbeiträge rückgängig macht, bedeutet das eine deutliche Kürzung
der Mittel, die den Universitäten zur Verfügung stehen. Einem
derartigen Bildungsabbau durch die Hintertüre können wir nicht
zustimmen", so Rauch-Kallat.

Ebenso kritisierte die ÖVP-Generalsekretärin die schulpolitischen
"Uralt-Hüte" der Sozialdemokraten wie Gesamtschule oder
Ganztagsschule. "Wir sind dagegen, dass Kinder von der Früh bis zum
Abend in Ganztagsschulen eingesperrt werden", so Rauch-Kallat. Was
die Gesamtschule betrifft, so solle sich Gusenbauer die PISA-Studie
noch einmal genau anschauen. Es habe sich nämlich gezeigt, dass es in
allen führenden Staaten eine leistungsbezogene Differenzierung gebe.
"Gerade in Deutschland hat sich gezeigt, dass diejenigen
Bundesländer, in denen die Gesamtschule eingeführt wurde, deutlich
schlechter abgeschnitten haben. Es stellt sich für mich die Frage,
warum Gusenbauer unbedingt die Gesamtschule in Österreich einführen
will", erklärte Rauch-Kallat.

Rauch-Kallat stellte fest, dass sich die zukunftsorientierten
bildungspolitischen Maßnahmen der letzten Jahre bewährt haben. Dies
zeige sich daran, dass seit 1994 die Anzahl derjeniger, die die
Bildungsqualität im Bildungsmonitoring mit "sehr gut" und "gut"
bewerten, von 51 auf 75 Prozent zugenommen habe. Auch die PISA-
Studie, bei der die österreichischen Schülerinnen und Schüler zu den
besten im europäischen Vergleich zählten, sei eine klare Bestätigung
der zukunftsorientierten ÖVP-Bildungspolitik.
Rückfragehinweis: ÖVP-Kommunikationsabteilung, Tel.:(01) 401 26-420
Internet: http://www.oevp.at

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