Döblinger SPÖ-Gemeinderat Ekkamp kritisiert "Zerschlagung bewährter Polizeistrukturen"

Keine ausreichende sachliche Begründung seitens des Ministers für Maßnahme - Bei Polizeireform geht Postenschacher vor Sicherheit

Wien (SPW-K) - Heftige Kritik an der von Innenminister Strasser durchgezogenen, sogenannten "Polizeireform" übte Donnerstag der Vorsitzende der Wiener SPÖ-Bezirksorganisation Döbling, Gemeinderat Franz Ekkamp. In einer Aussendung des Pressedienstes der SPÖ Wien meinte der Mandatar - vor dem Hintergrund der Übersiedlung des letzten Teiles der Sicherheitswache von Währing nach Döbling am kommenden Freitag und des "Zwischenparkens" der Döblinger Kriminalpolizei vorerst in Währing -, dass "die Reform und vor allem die Zerschlagung der Kriminalabteilung auch in Döbling jeder sicherheitstechnischen Vernunft widerspricht". ****

Für Ekkamp ist vor allem "unverständlich", dass die "bewährte Zusammenarbeit der Sicherheitswache mit der Kriminalpolizei im Bezirk mutwillig auseinandergerissen wird". Dass die unmittelbare Kooperation dieser beiden Abteilungen vor Ort vernünftigt sei, hätte die Erfolgsquote in der Vergangenheit bewiesen. Ekkamp: "Mit seiner Entscheidung trägt Minister Strasser die besonders erfolgreiche Kripoabteilung bewusst zu Grab". Ekkamp warf Strasser zudem vor, die Polizeireform und vor allem die Zerschlagung der Kriminalabteilungen in den Bezirken niemals sachlich ausreichend und damit verständlich begründet zu haben. "Offensichtlich", so die Schlussfolgerung Ekkamps, "geht es Strasser bei der Polizeireform vor allem um ein Postenbeschaffungskarussell für ÖVP-Günstlinge".

Nicht zuletzt urgierte Ekkamp die vom Innenminister versprochenen zusätzlich 100 PolizistInnen in den Bezirken für den Streifendienst:
"Nicht nur auf dem Papier, sondern tatsächlich auf den Straßen im Einsatz". Auch dabei habe Minister Strasser offensichtlich ein Ablenkungsmanöver gestartet, denn "statt mehr gibt es tatsächlich weniger PolizistInnen auf Wiens Straßen". Abschließend kündigte Ekkamp an, morgen, Freitag (4. Oktober, 9 Uhr), mit der Niederlegung eines Kranzes vor dem Bezirks-Polizeikommissariat Döbling, Hohe Warte 32, eine symbolische Geste gegen die Zerschlagung bewährter Polizeistrukturen im Bezirk und die zu Lasten der Sicherheit der Bevölkerung gehende, allein politisch motivierte Polizeireform zu setzen. (Schluss)

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