ÖGB-Schmölz: Gesundheitssystem sanieren statt durch die Hintertür privatisieren

ÖGB-PensionistInnen präsentieren am Wiener SeniorInnentag ihre Forderungen an eine neue Regierung

Wien (ÖGB). "Den Vorschlag von Gesundheitsstaatsekretär Reinhart Waneck, dass Menschen in Ballungszentren höhere Beiträge zur Krankenversicherung zahlen sollen, lehnen wir schärfstens ab", stellt der Vorsitzende der ÖGB-PensionistInnen Johann Schmölz klar. Der Vorschlag ziele ebenso wie der jüngste Vorstoß von Hauptverbandspräsident Martin Gleitsmann auf eine Entsolidarisierung der Gesellschaft ab. "Wir brauchen auch weiterhin die beste medizinische Versorgung für jeden und jede, und das unabhängig davon, wie viel Geld er oder sie im Börsel hat und wo man wohnt", sagt Schmölz.++++

Anstelle am laufenden Band Nonsens-Vorschläge zu liefern - wie dies Wanecks Forderung nach höheren Beiträgen für die StädterInnen darstelle, aber auch der Vorschlag Gleitsmanns, unterschiedliche Leistungspakete innerhalb der Kassen anzubieten - sollten die Gesundheitspolitiker ernsthaft die Sanierung der Kassen angehen, fordert der Vorsitzende der ÖGB-PensionistInnen. "Statt Ambulanzgebühren und weitere Selbstbehalte brauchen wir endlich eine ernsthafte Diskussion über die Einführung der Wertschöpfungsabgabe", erklärt Schmölz.

Die Absicherung der solidarischen Finanzierung des Gesundheitssystems stellt auch eine der Forderungen der ÖGB-PensionistInnen an die neue Regierung dar. All ihre Forderungen zum Gesundheitssystem und zu den Pensionen, diskutieren die ÖGB-PensionistInnen heute auch mit Interessierten beim Wiener SeniorInnentag im Rathaus. Schmölz abschließend: "Schluss mit der laufenden Verunsicherung der Bevölkerung durch unsoziale Husch-Pfusch-Vorschläge. Wir fordern ein nachhaltiges, die Solidarität gewährleistendes Sanierungskonzept." (mfr)

SERVICE: Beim heutigen SeniorInnentag im Wiener Rathaus sind die ÖGB-PensionistInnen in der Volkshalle in Koje 17 vertreten.

ÖGB, 1. Oktober 2002 Nr. 748

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