Landtag: Infos über EU-Agrarrefom aus erster Hand

Halbzeitbewertung der gemeinsamen Agrarpolitik kritisch beurteilt

Bregenz (VLK) – Mit dem Thema "Agrarförderungen der EU" befasste sich heute, Mittwoch, der Europa-Ausschuss des
Vorarlberger Landtages in einer gemeinsamen Sitzung mit dem Landwirtschaftlichen Ausschuss. Landtagsprädident Manfred
Dörler lud im Anschluss daran zu einem Pressegespräch, mit EU-Landwirtschaftsdirektor Wolfgang Burtscher und dem
Vorsitzenden des Landwirtschaftlichen Ausschusses, Landtagsabgeordneter Josef Türtscher. Der Vorarlberger
Landtag trete dafür ein, die angekündigte Reform der
europäischen Agrarpolitik noch vor der EU-Erweiterung
umzusetzen, so Dörler. ****

Aus Vorarlberger Sicht sind die EU-Vorschläge zur Halbzeitbewertung der Agenda 2000 im Grundsatz zu begrüßen,
aber in Einzelmaßnahmen sehr kritisch zu beurteilen. Wie
Türtscher betonte, fehlt das Bekenntnis der Kommission zur Beibehaltung der Milchquotenregelung. "Die
Milchquotenregelung müsse, so Türtscher, unbedingt erhalten werden, weil die Milchproduktion ansonsten nur noch in
europäischen Gunstlagen attraktiv ist." Türtscher sprach
sich weiters für EU-weit einheitliche Standards und ein zweckmäßiges Kontrollsystem aus. Wolfgang Burtscher
kündigte an, dass bis Ende des Jahres 2002 die
Verhandlungen über eine Neuorientierung der EU-Agrarpolitik beginnen werden.

Für Türtscher liegt eine der Hauptaufgaben der
Landwirtschaft in der "Produktion von hochwertigen
Lebensmitteln". Oberste Priorität haben auch für Vorarlberg
die Sicherung der Bergregionen - insbesondere auch als
Voraussetzung für die Wertschöpfung über den Tourismus –
und die Erhaltung als Siedlungsraum. Dafür ist die
Abgeltung der von der Gesellschaft geforderten Leistungen
zur Einkommenssicherung der Bauern notwendig.
(ug/dig,nvl)

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