• 25.09.2002, 09:55:34
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"Konsument"-Analyse: Freizeitunfallversicherungen

Vergleichen lohnt sich: Enorme Prämien- und Leistungsunterschiede bei privaten Unfallversicherungen Wien (OTS) - Die Unfallhäufigkeit steigt: Rund 805.000 Unfälle ereigneten sich im vergangenen Jahr, zirka 70 Prozent davon im Heim- , Freizeit- und Sportbereich. Die Betroffenen fallen oft in ein finanzielles Loch, weil die gesetzliche Unfallversicherung nicht alles abdecken kann. Wenn es um die Folgen einer dauernden Invalidität, den Ersatz der Unfallkosten, Todesfall sowie Taggeld und Spitalgeld geht, ist die private Unfallversicherung zuständig. Keinen Schutz aus der staatlichen Unfallversicherung haben kleine Kinder, Hausfrauen und Pensionisten. Für "Konsument" Anlass genug, die Leistungen der Anbieter von Freizeitunfallversicherungen genauer unter die Lupe zu nehmen. Die "Konsument"-Analyse bei 16 Versicherern ergab, dass Polizzen mit Progressionstarif in der Regel das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bieten.

Progression bedeutet, dass vor allem das Risiko der hohen
Invalidität gut abgesichert wird. Bis zu einem vereinbarten
Prozentsatz (meist 25 oder 50 Prozent) wird unabhängig vom Grad der
Invalidität relativ wenig ausgezahlt, erst darüber hinaus steigt die
Versicherungsleistung überproportional. "Konsument" untersuchte das
Modell 200er-Progression und identifizierte imposante Schwankungen
bei den Leistungen. So bieten bei einer Invalidität von 60 Prozent
ÖBV und Wiener Städtische Versicherung 180.000 Euro,
Donau-Versicherung hingegen nur 90.000 Euro.

Was die Prämienhöhe betrifft, lohnt sich ein Vergleich allemal: So
reicht die Palette bei einer Einzelpolizze (Mann) mit Progression von
200 Prozent von rund 270 bis 456 Euro. Für ein Kind liegt die
Bandbreite zwischen rund 120 und 167 Euro, bei einer Familienpolizze
sogar zwischen 543 und 750 Euro. Noch höhere Prämienunterschiede
ergeben sich bei einer Progression von 225 Prozent. Als besonders
billig sticht das Angebot von "Maklerpool" hervor. Hier entdeckte
"Konsument" 222 Euro Prämienunterschied im Vergleich mit dem
teuersten Angebot. Dieses extrem günstige Unfallversicherungsangebot
kann nur über jene 400 Makler, die Kooperationspartner von
"Maklerpool" sind, abgeschlossen werden.

"Konsument" rät all jenen, die bereits unfallversichert sind, die
älteren Verträge auf Aktualität zu prüfen und wenn nötig, zu
wechseln. Allerdings sollte vor einer Kündigung die mögliche
Dauerrabatt-Rückforderung des Versicherers abgeklärt werden. In
puncto Höhe der Versicherungssumme empfiehlt "Konsument" als
Richtschnur: 30jährige sollten zirka das sechsfache Jahreseinkommen,
40jährige das fünffache Jahreseinkommen versichern. Dies deshalb,
weil bei jüngeren Menschen die staatliche Rente lediglich ein Drittel
des Einkommens beträgt - daher sollte eine Rente aus der privaten
Unfallversicherung vorsichtshalber höher angesetzt werden.

Unfallversicherungen gibt es auch als Zusatzleistung bei
Vereinsmitgliedschaften in Sport- und Freizeitvereinen, bei
Autofahrerclubs oder als Zuckerl zur Kreditkarte. "Konsument" warnt
bei Mehrfachversicherungen vor einem trügerischen Sicherheitsgefühl:
Die Leistungen sind hier oft stark eingeschränkt! So genießt zum
Beispiel ein Mitglied eines Wandervereins den inkludierten
Unfallschutz nur beim Wandern, nicht aber bei sonstigen
Freizeitaktivitäten. Solche Stolpersteine sollten beachtet werden,
denn sinnvoller Versicherungsschutz gilt weltweit und rund um die
Uhr.

"Konsument" informiert auch über die neuen Musterbedingungen für
Unfallversicherungen des Versicherungsverbands, die zwar einige
Verbesserungen, aber auch ein paar neue Ausschlüsse mit sich bringen.
Eine Liste wichtiger Ausnahmeregelungen der
Unfallversicherungsbedingungen sowie Details zu Pämien und Leistungen
bekannter Versicherungsunternehmen können in der Oktober- Ausgabe des
Testmagazins "Konsument" nachgelesen werden.

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NKI

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