Soldat von Jäger erschossen - Bundesheer hat alle Vorschriften eingehalten Utl: Nicht nur Soldaten gefährdet, sondern auch Zivilpersonen

Wien (BMLV) - Das Bundesheer ist sehr auf die Sicherheit der eigenen Soldaten bedacht. Bei dem Vorfall in Pinkafeld, bei dem ein Soldat von einem Jäger erschossen wurde, waren nicht nur Grundwehrdiener gefährdet, sondern auch Berufssoldaten. Das Bundesheer hat bei diesem Ausbildungvorhaben alle Sicherheitsvorschriften, die hier in Frage kommen, eingehalten. Ein Kommandant kann die Soldaten allerdings nicht vor allen Mitmenschen schützen, die sich nicht an gesetzliche Bestimmungen und Vorschriften halten. Grundsätzlich ist festzuhalten, dass nicht nur Soldaten des
Österreichischen Bundesheeres in Gefahr waren, sondern auch Zivilpersonen, die im Normalfall ihren Aufenthalt im Gelände bei der Gemeinde vorher nicht angekündigt haben.****

Seitens des Bundesheeres wurden bei der Ausbildung der Soldaten alle notwendigen Sicherheitsvorherkehrungen getroffen. Ein Kommandant kann bei so einer Ausbildung davon ausgehen, dass den Soldaten beim Marsch vom und zum Garnisonsübungsplatz in diesem Gelände keine Gefahr droht. Ein Kommandant kann allerdings nicht Schutzmaßnahmen gegen alle Vorfälle, die durch gesetzwidriges Verhalten anderer Mitmenschen passieren, treffen. Da sich in den der fast 50jährigen Erfahrung des Bundesheeres die überwiegende Anzahl der Jäger an die Sicherheitsbestimmungen des Jagdgesetzes gehalten hat, konnte nicht vorhergesehen werden, dass ein Jäger alle Regeln missachtet und auf Menschen schießt.

24. September 2002 Mag. Kullnig (Schluß)

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