Betreuungsskandal bei Asylwerbern

Wien (OTS) - Das Vorhaben des Innenministeriums, demnächst tausend abgelehnte Asylwerber aus der Bundesbetreuung auszuschließen, entspricht nicht den humanitären Standards eines zivilisierten Staates. Da den meisten der betroffenen Menschen die Rückkehr in die Heimat unmöglich ist, bleibt ihnen nur der Ausweg in die "Illegalität". Das Innenministerium ist daher aufgefordert, statt "Unsicherheit" zu produzieren, die privaten Betreuungseinrichtungen mit ausreichenden Mitteln auszustatten, um dadurch - einer EU-Richtlinie folgend - die Grundbedürfnisse der Betroffenen abzusichern. Andere Länder wie z.B. Griechenländer, Belgien, Spanien, legalisieren in periodischen Abständen Menschen ohne Papiere, um ihnen so eine Zukunftsperspektive zu ermöglichen. Eine Legalisierung jener Menschen, die nirgendwohin zurück geschickt werden dürfen, steht noch aus.

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Max J. Koch
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