• 21.09.2002, 11:34:17
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Betreuungsskandal bei Asylwerbern

Wien (OTS) - Das Vorhaben des Innenministeriums, demnächst tausend
abgelehnte Asylwerber aus der Bundesbetreuung auszuschließen,
entspricht nicht den humanitären Standards eines zivilisierten
Staates. Da den meisten der betroffenen Menschen die Rückkehr in die
Heimat unmöglich ist, bleibt ihnen nur der Ausweg in die
"Illegalität". Das Innenministerium ist daher aufgefordert, statt
"Unsicherheit" zu produzieren, die privaten Betreuungseinrichtungen
mit ausreichenden Mitteln auszustatten, um dadurch - einer
EU-Richtlinie folgend - die Grundbedürfnisse der Betroffenen
abzusichern. Andere Länder wie z.B. Griechenländer, Belgien, Spanien,
legalisieren in periodischen Abständen Menschen ohne Papiere, um
ihnen so eine Zukunftsperspektive zu ermöglichen. Eine Legalisierung
jener Menschen, die nirgendwohin zurück geschickt werden dürfen,
steht noch aus.

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