Glawischnig: Prag will keine zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen für Temelin

Schüssels auch bei Temelin vollständig gescheitert

Wien (OTS) Die tschechische Atombehörde hat gestern, tschechischen Medienberichten zufolge, gesagt, daß sie keine Empfehlung für den Bau zusätzlicher Sicherheitseinrichtungen in Temelin abgeben wird. "Damit ist das eingetreten, wovor die Grünen von Beginn an gewarnt haben, nämlich daß das Melker Abkommen nicht mehr als eine Luftblase ist und die Anti-Atom-Politik der Regierung gescheitert ist", so Eva Glawischnig, stv. Bundessprecherin der Grünen.

Schon nach dem Treffen zwischen Schüssel und Zeman in Brüssel sei klar gewesen, daß Tschechien nicht bereit sein wird, die notwendigen Sicherheitseinrichtungen nachzurüsten. Denn laut Expertenschätzungen würden die Gesamtkosten vier Milliarden Schilling betragen. Schon damals sprach Zeman hingegen nur von einem Ausmaß von 40 Millionen Schilling, also einem Hundertstel.

Die Regierung hat immer nur auf eine Verbesserung der Sicherheitsmaßnahmen gesetzt statt in Richtung Atomausstieg zu verhandeln. Schüssel hat aber auch angekündigt, daß er mit der neuen tschechischen Regierung Verhandlungen in Richtung Ausstieg beginnen werde. Bis heute hat es aber keine einzige Initiative gegeben. "Und nun zeigt sich, daß sich auch die Versprechen nach Einbau von Sicherheitsmaßnahmen wie eine Seifenblase zerplatzt sind. Schüssel muß daher sofort die angekündigten Gespräche aufnehmen", so Glawischnig.

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