• 17.09.2002, 12:30:23
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Häupl stellt WWTF vor

Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds hat sich konstituiert

Wien (OTS) - Bürgermeister Dr. Michael Häupl stellte am Dienstag
in seinem Mediengespräch Dr. Michael Stampfer als Geschäftsführer des
Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds vor. Der WWTF
soll dazu beitragen, Wien auch als Stadt der Zukunft, des Wissens und
der Technologie zu positionieren.****

Vor einigen Monaten wurde der Fonds gegründet und erstmals der
Öffentlichkeit vorgestellt. In der Zwischenzeit haben sich die Organe
konstituiert, seit 1. Juli 2002 ist die Geschäftsstelle des WWTF
operativ tätig. Im Herbst werden auf Basis einer Strategiediskussion
Richtlinien erarbeitet, mit Beginn nächsten Jahres ist die erste
inhaltliche Schwerpunktsetzung und damit die Aufnahme der
Förderungstätigkeit geplant.

Werdegang des WWTF

Seit der Integration der Bank Austria in die
HypoVereinsbank-Gruppe (HVB) hält die "Privatstiftung zur Verwaltung
von Anteilsrechten", das ist die ehemalige Anteilsverwaltung
Zentralsparkasse, Anteile an der HVB. Die daraus resultierenden
Erträge werden gemeinnützig verwendet. Dazu haben die Privatstiftung
gemeinsam mit Bürgermeister Dr. Michael Häupl und DDr. Bernhard Görg
den WWTF Ende 2001 gegründet, dem von der Privatstiftung zwei Drittel
ihres jeweiligen Jahresüberschusses nach Steuern zu widmen sind.
Diese angesprochenen ca. 7 Mio. EUR pro Jahr stehen so als
zusätzliche, für Wien wirksame Forschungsförderungsmittel zur
Verfügung.

Neben Dr. Häupl und DDr. Görg sind die weiteren
Vorstandsmitglieder des Fonds Präsident Prof. Dr. Welzig (Akademie
der Wissenschaften), Rektor Prof. Dr. Winckler (Universität Wien),
Vorstandsdirektor D.I. Mayr (Eli Lilly Pharmaceuticals, U.S.A.) und
Dr. Scharitzer von der Privatstiftung zur Verwaltung von
Anteilsrechten. Zur Beratung wurde ein 23-köpfiges Kuratorium mit
starker wissenschaftlicher Besetzung und Vertretern wichtiger
gesellschaftlicher Gruppen geschaffen, hier wurde als Vorsitzender
der Geschäftsführer der Industriellenvereinigung Wien, Dr. Thomas
Oliva, gewählt. Die operative Geschäftsstelle wird von Dr. Michael
Stampfer geleitet.

Wichtige Herausforderungen

Wien hat mit seinen Universitäten und wissenschaftlichen
Einrichtungen ein gewaltiges Potenzial: Die Hälfte der
österreichischen ForscherInnen arbeitet hier, Wien ist die größte
mitteleuropäische Forschungsstadt. Viele hervorragende innovative
Unternehmen sind unter anderem deshalb in Wien tätig, weil die
Forschungsbasis in der Stadt so gut ist. Für den Standort Wien ist in
den nächsten Jahren entscheidend, Stärkefelder noch besser zu
entwickeln, exzellente Forschergruppen mit weltweiter Ausstrahlung zu
unterstützen und mit den Forschungseinrichtungen eine gemeinsame
Strategie umzusetzen. Die Chance ist groß, dieses Potenzial noch
stärker in wirtschaftliche Erfolge und gesellschaftliche
Problemlösungen umzusetzen.

Der WWTF tritt an, in diesem Bereich für Wien sichtbare Projekte
mit einem hohen Qualitätsanspruch zu fördern. Derzeit werden unter
Berücksichtigung der Stärkefelder Wiens und der Schwerpunkte der
Wiener Technologiepolitik die Förderungsinstrumente ausgearbeitet und
die dazugehörigen Verfahren entwickelt. Dazu sollen jedenfalls ein
Stiftungsprofessuren-Programm ("Die Besten nach Wien holen") und
größere wissenschaftliche Projekte mit Verwertungsperspektive
gehören. In beiden Fällen sollen wissenschaftliche Institutionen
Antragsteller sein und ganze Forschergruppen unterstützt werden. Bei
der Auswahl sollen strenge Qualitätskriterien zum Einsatz kommen.
Neben diesen Hauptinstrumenten sollen gezielte
Unterstützungsmaßnahmen für Forschungseinrichtungen dafür sorgen,
Wien als Wissenschafts- und Forschungsstandort stärker zu
positionieren.

Im Dezember werden die Förderungsrichtlinien veröffentlicht und
mit Beginn des nächsten Jahres soll ein erster Schwerpunkt der
Fondsarbeit gesetzt werden.

o Nähere Informationen:
Wiener Wissenschafts-, Forschungs-
und Technologiefonds (WWTF)
Dr. Michael Stampfer
E-Mail: [email protected]
Dr. Gerald Murauer
E-Mail: [email protected]
Tel.: 01 402 31 43

(Schluss) ull/vo

Rückfragehinweis:
PID-Rathauskorrespondenz:
http://www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Peter Ullmann
Tel.: 4000/81 081
mailto:[email protected]

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