- 16.09.2002, 12:22:28
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Glawischnig: Volksoperndirektor Mentha soll offenbar noch vor der Wahl abserviert werden
Parteipolitische Intervention seitens Schüssels und Moraks
OTS (Wien) - "Franz Morak und Wolfgang Schüssel wollen offenbar auch
im kulturpolitischen Bereich noch vor der Wahl neue Tatsachen
schaffen: Volksoperndirektor Mentha soll nach zweieinhalb Jahren
abserviert werden, obwohl er einen gültigen Sechsjahresvertrag in der
Tasche hat", erklärt heute die stv. Bundessprecherin und
Kultursprecherin der Grünen, Eva Glawischnig.
Die bereits veröffentlichte Ausschreibung läuft bis 30 September, was
im übrigen eine unverantwortlich kurze Ausschreibungsfrist sei, so
Glawischnig. Besonders frappant, ja makaber sei, dass Kriterien
innerhalb der Ausschreibung zu 90 Prozent das ‚Mentha-Konzept’
beinhalten.
Bereits vor dem Sommer hatte Morak bekannt gegeben, dass Menthas
Vertrag keinesfalls verlängert werde. Damals wurde ins Treffen
geführt, dass Mentha die für das Haus gesteckten wirtschaftlichen
Ziele nicht erreiche. "Diese Argumentation war schon vor dem Sommer
unrichtig. Sie ist es auch heute noch", so Glawischnig. Die von Morak
und Schüssel angezettelte öffentliche Debatte schade der für
Österreich wichtigen Kulturinstitution und solle den von der ÖVP
ungeliebten Volksoperndirektor öffentlich schlecht machen.
"Schüssels und Moraks Vorgehensweise kann nur als parteipolitische
Intervention bezeichnet werden. Unabhängig von den jeweiligen
Personen erweisen KulturpolitikerInnen mit ‚KurzzeitdirektorInnen’
den jeweiligen Häusern einen mehr als schlechten Dienst. Das ist
fahrlässig und unverantwortlich", schließt Glawischnig.
Rückfragehinweis: Pressebüro der Grünen im Parlament
Tel.: (++43-1) 40110-6697
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