- 16.09.2002, 10:00:00
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Mit Qualität und Innovation zu gesunden Kassen
Martin Gleitsmann neuer Präsident des Hauptverbandes - BILD

Wien (OTS) - Mit Dr. Martin Gleitsmann hat der Hauptverband der
österreichischen Sozialversicherungsträger seit Samstag
einen neuen Präsidenten. Gleitsmann tritt - wie seit der Reform
des Hauptverbandes 2001 vorgesehen - turnusmässig die Nachfolge des
bisherigen Verwaltungsratspräsidenten Herwig Frad an und ist der
erste Präsident des Hauptverbandes überhaupt, der von der
Arbeitgeberseite kommt. Maßgeblich wird die Sozialversicherung in
Österreich sowohl von der Arbeitgeber-, wie auch der
Arbeitnehmerseite finanziert. Im vergangenen Jahr nahm die
Sozialversicherung von der Dienstnehmerseite aus Beiträgen für
pflichtversicherte Erwerbstätige insgesamt 9 Milliarden Euro ein, von
der Arbeitgeberseite 11,4 Milliarden Euro.
Gleitsmann ist in der Sozialversicherung nicht unbekannt. Nach
fünfjähriger Tätigkeit als Sozialreferent des niederösterreichischen
Bauernbundes arbeitete er von 1987 bis 1993 als Rechtsreferent in der
Landesstelle Niederösterreich der Sozialversicherungsanstalt der
gewerblichen Wirtschaft. In dieser Zeit legte er auch die B-Prüfung
an der Akademie des Hauptverbandes ab. 1994 wechselte er in die
Abteilung Sozialpolitik der Wirtschaftskammer Österreich und wurde
dort Anfang Oktober 1999 deren Leiter. Im September 2001 wurde
Gleitsmann von der Wirtschaftskammer Österreich in den neuen
Verwaltungsrat des Hauptverbandes entsandt und zu dessen
Vizepräsidenten gewählt.
In seiner Zeit als Verwaltungsratspräsident will Gleitsmann der
Sozialversicherung und dem Hauptverband im speziellen sowohl den
Modernisierungsschub im Bereich des Managements und der
Qualitätssicherung vorantreiben als auch die betriebliche
Gesundheitsförderung forcieren. Gleitsmann: "Investitionen in die
Gesundheit der Mitarbeiter führen zu einem besseren Betriebsklima,
mehr Lebensqualität und erhöhter Motivation; Sie fördert die
Erreichung des notwendigen Vorsprungs der Unternehmen im Wettbewerb
und wirkt sich durch die verringerte Anzahl an Krankenständen auch
positiv auf die Krankenversicherung aus. Die betriebliche
Gesundheitsförderung führt damit zu einer dreifachen Win-Situation."
Gemeinsam mit den Sozialpartnern will Gleitsmann nun verstärkt und
öffentlichkeitswirksam Bewusstseinsbildung betreiben und betriebliche
Gesundheitsförderungs-Projekte bei allen Sozialversicherungsträgern
etablieren.
Im Bereich modernster Managementmethoden verfügt der Hauptverband
schon jetzt über institutionalisiertes Controlling auf verschiedenen
Ebenen und zählt in diesem Bereich auch im Vergleich mit privaten
Unternehmungen zu den Pionieren. Österreich ist damit das erste
EU-Land, welches diese Instrumente flächendeckend im Bereich der
Sozialversicherung einsetzt. Die Aufgabe des Controlling besteht
darin, den Führungsebenen des Hauptverbandes und der
Sozialversicherungsträger einerseits die Auswirkungen von
Entscheidungen auf die Effektivität, die Effizienz
und den Finanzmittelbedarf im vorhinein aufzuzeigen und andererseits
regelmäßig darüber zu berichten.
Die neueste Errungenschaft in diesem System stellt der Aufbau
eines Indikatoren- oder Kennzahlensystems für das Controlling im
Rahmen eines Zielkatalogs - der Balanced Score Card (BSC) - dar.
"Besondere Bedeutung erlangen diese Instrumente nun nach der
Neuregelung des Ausgleichsfonds der Krankenversicherungsträger. So
wird künftig die Geldmittelzuweisung neben dem Strukturausgleich auch
mit der Zielerreichung verknüpft", erläutert Gleitsmann. Das
österreichische Sozialversicherungssystem kann damit über Ziele und
Kennzahlenvergleiche gesteuert werden.
Im Bereich der ausgabenseitigen Maßnahmen verspricht sich der neue
Hauptverbandspräsident sehr viel von einer Initiative zur
Qualitätssicherung im Gesundheitswesen. Gleitsmann: "Zu fragen ist,
ob überhaupt alle erbrachten Leistungen notwendig sind, in welcher
Qualität sie erbracht werden und ob sie überhaupt bei den
Versicherten ankommen." Ein interessantes Produkt ist beispielsweise
das von der oberösterreichischen Gebietskrankenkasse entwickelte und
betriebene EDV-Produkt "FOKO" (Folgekosten) forcieren. FOKO
ermöglicht altersklassenspezifische Eigen- und Folgekostenanalysen
ärztlicher Tätigkeit, Vertragspartneranalysen, Produkt- sowie
Trendanalysen anhand errechneter und fix gespeicherter Kennzahlen.
Gleitsmann abschliessend: "Die sozialen Krankenversicherungsträger
müssen verstärkt dazu übergehen, der Qualitätssicherung im
Gesundheitswesen im Interesse der Patienten mehr Augenmerk zu
schenken und ein Behandlungs- sowie ein Verschreibungscontrolling
weiterzuentwickeln. Auf diese Weise kann ein wichtiger Beitrag zu
einer ausgeglichenen Gebarung geleistet werden."
Bilder zu dieser Meldung finden Sie im AOM/Original Bild Service,
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at.
Rückfragehinweis:
Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger
Pressestelle
Tel.: (++43-1) 71132-1120
mailto:[email protected]
http://www.sozialversicherung.at
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