ÖBB-Tauernbahn: Meter für Meter zur Zweigleisigkeit Abschnitt Brandstatt - Loifarn: Baubeginn des Birgl- und Kenlachtunnels

Salzburg (ÖBB) - "Der Baubeginn des Birgl- und Kenlachtunnels markiert einen Meilenstein im zweigleisigen Ausbau der Tauernbahn", freut sich ÖBB-Planungschef Thomas Türinger gemeinsam mit dem anwesenden Salzburger Verkehrslandesrat Walter Blachfellner bei der heutigen Tunnelfeier. Rund 90 % der insgesamt 208 Kilometer langen Tauernachse zwischen Salzburg und Rosenbach sind bereits zweigleisig ausgebaut. Mit Fertigstellung des Bauabschnittes Brandstatt - Loifarn kommen weitere fünf Kilometer an zweigleisiger Strecke hinzu.****

Streckenabschnitt Brandstatt - Loifarn an Kapazitätsgrenze
Derzeit passieren im Schnitt 137 Züge pro Tag die Tauernbahn und somit auch den Abschnitt Brandstatt-Loifarn. Die eingleisigen "Flaschenhälse" entlang der Tauernbahn wurden ursprünglich für etwa 90 Züge pro Tag ausgelegt. "Im eingleisigen Streckenabschnitt Brandstatt - Loifarn fahren wir betreffend Betriebsqualität und Pünktlichkeit bereits an der Kapazitätsgrenze", erklärt der ÖBB-Planungschef Thomas Türinger die Notwendigkeit des zweigleisigen Ausbaus. Allein das fünf Kilometer lange Teilstückes Brandstatt -Loifarn bringt eine Kapazitätssteigerung von etwa 30 zusätzlichen Zügen pro Tag.

Tauernbahn ist Hauptachse für Alpentransit
"Der erfolgreiche Abschluss des Gesamtprojektes zweigleisiger Ausbau der Tauernachse ist eine wichtige Investition für die nachhaltige, umweltfreundliche Mobilität", so Türinger. Die Tauernbahn ist neben der Brennerstrecke die wichtigste alpenquerende Achse für den umweltfreudlichen Alpentransit auf der Schiene. Auf der Rollenden Landstraße werden jährlich rund 130.000 Lkw mit der Bahn über die Alpen gebracht. Die Tauernachse wurde 1989 von der Bundesregierung zur Hochleistungsstrecke erklärt. Im Beitrittsvertrag Österreichs zur EU wurde sie als eine Hauptachse des Alpentransits festgelegt.

65,8 Mio. Euro für den zweigleisigen Ausbau Brandstatt - Loifarn Der fünf Kilometer lange Abschnitt Brandstatt - Loifarn zählt mit einer Steigung von 27 Promille zu den steilsten Teilstücken der gesamten Tauernbahn. Neben der Steigerung der Streckenhöchstgeschwindigkeit von derzeit 70 km/h auf 110 km/h bringt die Zweigleisigkeit vor allem in den Bereichen Pünktlichkeit und Streckenkapazität große Vorteile. Mit einem Investitionsvolumen von 65,8 Mio. Euro wird in der Region ein wichtiger Impuls für die Bauwirtschaft getätigt. Ein weiteres Plus für die Bevölkerung: Der Bahnhof Loifarn wird modernisiert und fünf neue Unterführungen tragen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmer bei.

Zwei neue Eisenbahntunnels nach letztem Stand der Tunnelsicherheit Die Errichtung des 936 Meter langen Birgltunnels und des 302 Meter langen Kenlachtunnels erfolgt in einer Bauzeit von zwei Jahren. Bei der baulichen Umsetzung genießt die Tunnelsicherheit das höchste Augenmerk. Die Ausstattung der neuen Tunnel umfasst breit angelegte Randwege mit durchgehenden Handläufen und Rettungsnischen. Weiters werden eine Tunnelbeleuchtung installiert und Rettungsplätze vor den Tunnelportalen geschaffen. Das Tunnelsicherheitskonzept basiert auf höchstem Niveau und erfolgte in enger Zusammenarbeit mit dem Landesfeuerwehrverband. Neben dem Bau einer Löschwasserleitung im Tunnel werden die örtlichen Feuerwehren von den ÖBB mit verschiedenen Gerätschaften ausgestattet.

Zahlen und Fakten: Bauabschnitt Brandstatt - Loifarn
Projektkosten: 65,8 Mio. Euro
Bauzeit: 2000 - 2005
Abschnittlänge: 5 Kilometer
2 neue Tunnel
Birgltunnel (936 Meter)
Kenlachtunnel (302 Meter)
5 neue Eisenbahnbrücken
5 Bahnunterführungen
Umbau Bahnhof Loifarn
Erneuerung der Signal- und Sicherungstechnik
Erhöhung der Streckenhöchstgeschwindigkeit von 70 km/h auf 110 km/h Steigerung der Streckenkapazität und der Pünktlichkeit

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