• 10.09.2002, 19:02:32
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Neue "KÄRNTNER TAGESZEITUNG" - Nach Hause zurückgekehrt (von Claudia Grabner)

Ausgabe vom 11. Sep. 2002

Klagenfurt (OTS) - Die FPÖ ist wieder nach Hause zurückgekehrt:
Dorthin, wo die Politik den Gesetzen des Populismus folgt. Und die
ultrarechte Ideologie ihre Heimat hat. Der Führer selbst lässt sich
noch bitten. Er genießt das Bad seines Basisvolkes. Genießt den
Kniefall seiner Truppen: "Wir geben unser Versprechen ab, im
bevorstehenden Wahlkampf unsere ganze Arbeitskraft und unser
persönliches Engagement...", fleht Kärntens Landeschef Martin Strutz
den blauen "Übervater" zur Rückkehr an die Spitze an.

Ein paradoxer Ruf: Der Alt-Parteichef hat das Ruder der blauen
Macht keine Sekunde aus der Hand gegeben. Dass mit Susanne
Riess-Passer der liberale Flügel das Wendeteam führt, war nicht mehr
als ein Wunschdenken des schwarzen Bruders: Regiert hat jene FPÖ,
deren Marschrichtung Haiders Prägung trug. Und just jene FPÖ - nach
dem Wegfall des besonnenen Lagers AUSSCHLIESSLICH diese FPÖ - wird in
den Wahlkampf marschieren.

Es wird ein tiefer Wahlkampf werden: Ein Wahlkampf, bei dem die
Parolen nur so fliegen sollten. Die Haider-Partei wird aufs Ganze
gehen. Wird "auf Teufel komm´ raus" polarisieren. Wird über Bonzen
und Packelei wettern. Wird über Steuerlast und Arbeitslosenrate
poltern. Wird EU-Erweiterung und Abfangjägerkauf an den Pranger
stellen. Und wird bei all dem so tun, als hätten in den vergangenen
zwei Jahren die anderen regiert...

Rückfragehinweis:
Kärntner Tageszeitung
Chefredaktion
Tel.: 0463/5866-502
mailto:ktzredaktion@apanet.at

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