• 03.09.2002, 16:45:52
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  • OTS0169 OTW0169

Greenpeace-Kritik an Molterers Klima-Deal mit Bulgarien und Slowakei

91% der Österreicher lehnen Handel mit Verschmutzungsrechten ab; Maßnahmen im eigenen Land gefragt

Wien (OTS) - Minister Molterer hat heute in einer Aussendung
angekündigt in Zukunft mit Bulgarien und der Slowakei im Klimaschutz
enger zusammenzuarbeiten. Greenpeace Klima-Experte Mag. Erwin Mayer
kommentiert diese Erklärung wie folgt:

"Greenpeace begrüßt jede Unterstützung, die Österreich in
Osteuropa zum Ausbau einer nachhaltigen Energieversorgung und zur
Reduktion von Klimagas-Emissionen leistet. Es ist jedoch völlig
inakzeptabel, wenn Molterer dazu Verschmutzungsrechte erwerben will.
Das Kyoto- Protokoll zum Klimaschutz sieht diese Möglichkeit im
Rahmen der sogenannten "joint implementation" vor. Eine von
Greenpeace 2000 in Auftrag gegebene Meinungsumfrage ergab, dass 91%
der Österreich gegen den Ankauf von Verschmutzungsrechten sind. Die
Bevölkerung will, dass Österreich im eigenen Land
Klimaschutzmaßnahmen umsetzt. Greenpeace fordert daher mit Nachdruck
einen österreichischen Klimagipfel zur Umsetzung des Kyoto-Paketes
und ökologischen Steuerereform. Nach dem Scheitern der
Energieverhandlungen in Johannesburg ist dies notwendiger denn je."

Rückfragehinweis:
Thomas Fertl
Greenpeace-Campaigner in Wien,
Tel: 0043-1-5454580-24 oder
0043-664-4904986

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | GRP

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