ÖBB: Spatenstich Neubau Bahnhof Baden

Neues, zeitgemäßes Erscheinungsbild und mehr Qualität und Service

Der heute durchgeführte Spatenstich ist der Startschuss zur völligen Neugestaltung des Bahnhofes der Kurstadt Baden. Das Projekt beinhaltet den Neubau des Bahnhofgebäudes, die Erhöhung der Bahnsteige und die Neugestaltung des Bahnhofvorplatzes durch die Stadtgemeinde Baden. Durch die Gesamtinvestitionssumme von 18,7 Mio. Euro erhält Baden einen modernen und zeitgemäßen Verkehrsmittelpunkt. "Die ÖBB setzen sowohl beim rollenden Material als auch im Bereich der Bahnhöfe auf Qualitätsverbesserungen für die Bahnkunden", zeigte ÖBB-Generaldirektor Dipl.Bw. Rüdiger vorm Walde den Stellenwert dieses Projektes anlässlich des Festaktes auf. "Durch die gleichzeitige Errichtung von Lärmschutzwänden steigt die Lebensqualität der Anrainer", sagte LAbg. Mag. Klaus Schneeberger, in Vertretung des Landeshauptmannes von Niederösterreich.

ATTRAKTIVER UND SERVICEORIENTIERTER ZUGANG ZUR SCHIENE
Innerhalb der nächsten zwei Jahre wird der gesamte Bahnhof modernisiert und erhält ein neues, zeitgemäßes Erscheinungsbild. Durch eine moderne Architektur und eine helle und angenehme Atmosphäre wird der neue Bahnhof Baden zur einer Visitenkarte der Kurstadt südlich von Wien. Ein neues ÖBB-Reisecenter, Geschäfte beim Durchgang und barrierefreie Zugänge zu den Bahnsteigen durch den Einbau von Liften bieten Kunden Service und Bequemlichkeit. Dazu Landesrat Ernest Windholz, in Vertretung von Bundesminister Ing. Mathias Reichhold in Baden: "Für den Kunden bedeutet die Bahnhofsoffensive lichtdurchflutete Gänge und Warteräume, bequemes Einsteigen, ein modernes Flair und auch Geschäfte vor Ort."

TRANSPARENTE BAUSTELLE DURCH MULTIMEDIALEN INFOCORNER
Zur Information der Bürger, Bahnkunden und Architekturinteressierten wurde im Bahnhof Baden durch die ÖBB-Bahnhofsoffensive ein multimedialer Infocorner eingerichtet. Mittels Folder, Kurzfilmen, Übersichtsplänen und Visualisierungen können das Projekt und die einzelnen Bauabschnitte mitverfolgt werden. Für die Zeit der Arbeiten wird vor Ort auch ein eigener Ansprechpartner im Baubüro für Anfragen zur Verfügung stehen.

DER BAHNHOFSUMBAU IM DETAIL
Durch den Umbau des Bahnhofs Baden werden umfangreiche Verbesserungen realisiert. Vom neu gestalteten Bahnhofsvorplatz kommt man in den modernisierten Empfangsbereich, die Bahnsteigkanten werden erhöht und beidseitig der Südbahn werden Lärmschutzwände aufstellt. Der bisherige Personendurchgang auf der Achse Parkdeck - Bahnhofvorplatz wird verbreitert und zum zentralen Zugang des neuen Bahnhofes Baden. Es werden die Stiegenaufgänge erneuert, zwei Lifte eingebaut und auf Bahnsteigniveau sind zwei helle Warträume vorgesehen. Für die Reisenden werden die jeweils 300m langen Bahnsteige mit einer zum Einsteigen bequemen Höhe von 55 cm errichtet und mit einem Blindenleitsystem und neuen Bahnsteigdächern auf modernsten Standard gebracht.

LÄRMSCHUTZ BRINGT MEHR LEBENSQUALITÄT FÜR ANRAINER
Gleichzeitig mit dem Bahnhofumbau erfolgt auch die Errichtung von Lärmschutzwänden im gesamten Bereich der Stadt Baden. Auf Basis eines Vertrages zwischen Bund, dem Land Niederösterreich und der Stadt Baden werden die besonders für Bahnanrainer wichtigen Verbesserungen in drei Bauabschnitten umgesetzt. Innerhalb des ersten Bauabschnittes werden entlang der Bahnstrecke im Süden (Höhe Friedhof) bis Norden (Höhe Merkur) beidseitig Lärmschutzwände errichtet. Die Kosten für den ersten Bauabschnitt, in Höhe von 4,2 Mio. Euro, werden von den ÖBB, dem Land Niederösterreich und der Stadtgemeinde Baden gemeinsam getragen, wobei die ÖBB 50% und das Land Niederösterreich sowie die Stadtgemeinde Baden je 25 % der Kosten übernehmen.
In der Endausbaustufe werden die Lärmschutzwände im Raum Baden zwischen Pfaffstätten und der Zubringerstraße zur Autobahn (B 210) gebaut.

ERRICHTUNG EINER EIGENEN ÜBERLEITSTELLE
Die Baumaßnahmen erfordern eine Vorsorge für eine bestmögliche Koordination des Zugverkehres. Da die betriebliche Abwicklung des Fahrplanes bei gleichzeitigem Umbau des Gleiskörpers und der Bahnsteige gewährleistet sein muss, wird zur Verbesserung der Streckenkapazität eine eigene Überleitstelle im Bereich Baden errichtet. Mit dieser Weichenverbindung für einen Gleiswechselbetrieb und der Verwendung von "steckfertigen Weichen", wobei Weichen bereits auf Schwellen vormontiert werden, ist für eine bestmögliche Betriebsabwicklung vorgesorgt.

NEUER BAHNHOFVORPLATZ, KUNDENFREUNDLICHE VERKEHRSSCHNITTSTELLE
Im Zuge des Bahnhofumbaues wird auch der Bahnhofvorplatz in Baden, in Zusammenarbeit mit den ÖBB und dem Land Niederösterreich, durch die Stadtgemeinde generalsaniert und neu gestaltet. Bürgermeister Prof. August Breininger: "Dabei werden alle verkehrstechnischen Anforderungen berücksichtigt, die den Bahnhof Baden zu einem bedeutenden Schnittpunkt im öffentlichen Verkehr machen."
Zur Förderung von "Bike & Ride" werden 500 überdachte Fahrradabstellplätze in unmittelbarer Bahnhofsnähe errichtet. Der Busbahnhof, die Taxistandplätze und der "Kiss & Ride" Bereich (Kurzparkzonen für den PKW Hol- und Bringverkehr) werden für den Bahnkunden noch übersichtlicher am Vorplatz angeordnet. Der Parkplatz zwischen Bahnhof und Dammgasse wird im Zuge der Arbeiten befestigt und von rund 80 auf etwa 150 Stellplätze erweitert.

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