• 29.08.2002, 15:02:18
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  • OTS0167 OTW0167

S.O.S. - Zur Rettung der MAK-Sammlung

Wien (OTS) - Pressepreview Freitag, 13. September, 18.00 Uhr
Ausstellungsort MAK-Ausstellungshalle Weiskirchnerstraße 3, Wien 1
Ausstellungsdauer 14. September - 6. Oktober 2002
Öffnungszeiten Di (MAK NITE(c)) 10.00-24.00 Uhr Mi-So 10.00-18.00
Uhr, Mo geschlossen

Mit der Ausstellung "S.O.S. - Zur Rettung der MAK-Sammlung" wirft
das MAK Fragen nach der Bedeutung des Sammelns in der heutigen Zeit
auf: Warum ist es wichtig, Kunstobjekte aus der Gegenwart und der
Vergangenheit auszuwählen und in ihrem aktuellen bzw. historischen
Kontext zu präsentieren? Welchen Stellenwert hat das Sammeln für
unser gegenwärtiges Kunstverständnis bzw. für das zukünftiger
Generationen?

In Bezug auf diesen Themenkomplex hält das MAK Rück- und Vorschau
auf die eigene Praxis des Sammelns. Welche Schwerpunkte sollen in
Zukunft die Sammlung prägen?

Eine der zentralen Aufgaben des MAK besteht in der Weiterführung
und in der Aktualisierung dieser international renommierten Sammlung.
Seit der Umwandlung des Museums in eine wissenschaftliche Anstalt
öffentlichen Rechts ist die Finanzierung des Sammlungsausbaus nicht
mehr gesichert, d.h. seit 1. Jänner 2000 steht bei einem geringeren
Budget für Ausstellungen kein Budget für Kunstankäufe mehr zur
Verfügung. Diese schwierige Situation betrifft sowohl die Sammlung
Gegenwartskunst als auch die traditionelle Sammlung, die sich in
folgende Bereiche gliedert: Bibliothek und Kunstblättersammlung,
Möbel und Holzarbeiten, Textilien und Teppiche, Glas und Keramik,
Islamische und Ostasiatische Kunst, Metall sowie das Archiv der
Wiener Werkstätte.

Mit der Bestellung von Peter Noever zum Direktor des MAK erfolgte
1986 eine Neuorientierung in der Sammlungspraxis, hin zu einer
Verbindung zwischen den traditionellen Museumsbeständen und
zeitgenössischen Kunstströmungen. Aus diesem Spannungsfeld heraus
wurden neue Strategien sowohl der Sammlungstätigkeit wie auch der
-präsentation erarbeitet und realisiert. Zeitgenössische Künstler wie
Donald Judd, Barbara Bloom und Gangart wurden eingeladen, Schauräume
für die historischen Sammlungen zu gestalten.

Das konsequente Einbeziehen gegenwärtiger künstlerischer
Positionen in eine historische Museumsinstitution geht davon aus,
dass das Interesse an den Kunstobjekten der Vergangenheit durch die
zeitgenössische Auseinandersetzung einer Überprüfung unterzogen wird
und auch belebend wirken kann. Historische Verläufe wie auch
Querverbindungen zwischen verschiedenen Kulturen werden durch den
Sammlungserwerb bestimmter Objekte belegt und nachvollziehbar.
Sammlungen sind keine "abgeschlossenen Geschichten", mit denen man
hofft, die Vergangenheit unter "Dach und Fach" zu bringen, sondern
sie sind eine lebendige Auseinandersetzung mit der Kunstproduktion
der jeweiligen Zeit bzw. Kultur. Allein deshalb ist es wichtig, dem
gesetzlichen Sammlungsauftrag zu entsprechen. Die MAK-Sammlung
als "kulturelles Gedächtnis der Nation" darf nicht in Frage gestellt
werden.

Mit einem repräsentativen Querschnitt von etwa 250 Kunstwerken
präsentiert das MAK seine Sammlungstätigkeit der letzten fünfzehn
Jahre. Diesen Werken, die durch Ankauf, Leihgaben und Schenkungen
ihren Platz in den MAK-Sammlungen gefunden haben, stehen etwa 50
Kunstprojekte bzw. -objekte gegenüber, die das Anliegen und die
Perspektive zukünftiger Sammel- und Forschungstätigkeit darlegen.
Aufgrund der fehlenden Finanzierung handelt es sich bei dieser
Präsentation in der zentralen Ausstellungshalle des MAK um
"Wunschobjekte", die freundlicherweise für die Ausstellung "S.O.S -
Zur Rettung der MAK-Sammlung" von Künstlern, privaten Leihgebern,
Kunstgalerien sowie Auktionshäusern zur Verfügung gestellt wurden.
Die Gegenüberstellung von "Ist- und Sollzustand" veranschaulicht die
derzeitige Situation. Einen ersten Schritt in die gewünschte Richtung
unternimmt das Dorotheum mit einer großzügigen Sachspende für die
MAK-Sammlung.

Am Tag der Ausstellungseröffnung am Freitag, den 13. September
bietet sich die Gelegenheit, diese Diskrepanz "spielerisch" zu
überbrücken. In der Säulenhalle laden Roulettetisch und Glücksrad,
zur Verfügung gestellt vom Casino Wien, den Besucher ein, sein Glück
zu versuchen damit das MAK beim Erwerb eines der ausgestellten
Kunstobjekte zu unterstützen.

"Liegt die Zukunft hinter uns?"- Unter diesem Titel diskutiert am
25. September eine internationale Expertenrunde die Bedeutung des
Sammelns als Spiegel der gesellschaftlichen Entwicklung.

Pressedaten S.O.S. - Zur Rettung der MAK-Sammlung

Pressepreview Freitag, 13. September 2002, 18.00 Uhr
Übergabe der Sachspende vom Dorotheum

Eröffnung Freitag, 13. September 2002, 20.00 Uhr
Creative Sponsoring Casino Wien

Ausstellungsort MAK-Ausstellungshalle Weiskirchnerstraße 3, Wien 1
Ausstellungsdauer 14. September - 6. Oktober 2002
Öffnungszeiten Di (MAK NITE(c)) 10.00-24.00 Uhr,
Mi-So 10.00-18.00 Uhr, Mo geschlossen

Ausstellung Peter Noever Martina Kandeler-Fritsch Johannes Wieninger

MAK-Ausstellungs-kurator Johannes Wieninger
Technische Koordination Michael Embacher

Roundtable Mittwoch, 25. September, 19.00 Uhr Liegt die Zukunft
hinter uns? MAK-Ausstellungshalle, Weiskirchnerstraße 3, Wien 1
Martin Böhm, Geschäftsführer und Gesellschafter, Dorotheum Wien Peter
Noever, Direktor MAK Claudia Oetker, Frankfurt Johannes Strohmayer,
Investment Banker, Wien Christoph Vitali, Direktor Haus der Kunst,
München Christian Witt-Dörring, MAK-Kustos Möbel und
Holzarbeiten, Wien

MAK-Eintritt Euro 6,60; ermäßigt Euro 3,30
Jeden Samstag Eintritt frei!

Rückfragehinweis:
MAK - Pressebüro
Mag. Malou Thilges
Tel: (+43-1) 711 36 - 233
Fax: (+43-1) 711 36 - 227
mailto:[email protected]
http://www.MAK.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | MAK

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