• 28.08.2002, 10:47:43
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"141" - Ärztlicher Wochentags-Nachtbereitschaftsdienst

Onodi: In 2 Jahren durch gute Kooperation zur Erfolgsstory

St.Pölten (NLK) - Die Diskussionen begannen noch unter Landesrat
Wagner, seit März 2000 ist der ärztliche
Wochentags-Nachtbereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 141
Realität. In St.Pölten konnten heute Landeshauptmannstellvertreterin
Heidemaria Onodi, der NÖ Ärztekammerpräsident Dr. Lothar Fiedler und
der Projektleiter Oberarzt Dr. Peter Tschiesche eine erste Bilanz
vorlegen.

Onodi betonte das langsam gewachsene, für die
Gesundheitsversorgung der NiederösterreicherInnen wichtige Projekt
habe sich dank guter Kooperation in zwei Jahren zu einer Erfolgsstory
entwickelt, auch aus der Bevölkerung gebe es durchwegs positive
Rückmeldungen. Unter der Nummer 141 stehe wochentags zwischen 19 und
7 Uhr bei gesundheitlichen Beschwerden in kürzester Zeit ein
kompetenter Ansprechpartner zur Verfügung. Insgesamt seien in 36
Regionen jede Nacht 41 Ärzte im Einsatz, der Budgetansatz des Landes
dafür liege bei ca. 1,8 Millionen Euro, so Onodi.

Fiedler führte aus, seit rund eineinhalb Jahren laufe der
Vollbetrieb durch niedergelassene und angestellte Ärzte nahezu
flächendeckend in Niederösterreich. Nur in den Regionen Kirchschlag,
Kirchberg am Wagram, Krumbach, Mönichkirchen sowie dem südlichen Teil
des Bezirkes Zwettl, die in Summe weniger als ein Prozent der
niederösterreichischen Bevölkerung ausmachen, sind nach wie vor die
praktischen Ärzte Ansprechpartner.

Tschiesche präzisierte, dass es im Jahr 2001 in Niederösterreich
zwischen 17.000 und 20.000 Anrufen gegeben habe, die zu 12.775
Visiten oder Ordinationsbesuchen geführt hätten, das bedeute einen
Schnitt von 54 Visiten pro Nacht bzw. durchschnittlich 1,5 bis 2
Einsätze pro Nacht und Region. 83 Prozent der Betroffenen werden
spätestens 50 Minuten nach ihrem Anruf von einem Arzt besucht.

Insgesamt nehmen 350 Ärzte am ärztlichen
Wochentags-Nachtbereitschaftsdienst teil, jede Nacht sind davon 36 in
den Regionen und 5 in den Call-Centern im Einsatz. Das Call Center
Wiener Neustadt etwa erreichen durchschnittlich 30 Anrufe pro Nacht,
ab Mitternacht ist meist nur noch ein Anruf pro Stunde zu
verzeichnen. Rund 35 Prozent der Anfragen zu Beschwerden lassen sich
telefonisch beantworten, 65 Prozent werden einer ärztlichen Leistung
zugeordnet.

Wichtig sei auch, so Tschiesche abschließend, der Umstand, dass
für lebensbedrohende Notfälle nach wie vor die Rufnummer 144 gelte.
Der ärztliche Wochentags-Nachtbereitschaftsdienst unter der Rufnummer
141 ist für nicht extrem dringliche, wenn auch subjektiv als
unangenehm empfundene Fälle vorgesehen. So liegen ca. 40 Prozent der
Einsatzindikationen bei Atemwegsinfektionen, rund 30 Prozent bei
Durchfall oder Erbrechen und etwa 10 bis 12 Prozent bei
Herz/Kreislauf-be-schwerden.

Rückfragehinweis: Niederösterreichische Landesregierung
Pressestelle
Tel.: 02742/9005-12175

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NLK

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