• 28.08.2002, 10:42:33
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20.000 Tonnen Sperrmüll, Entsorgungskosten über 2 Millionen Euro

Hochwasser-Bilanz der NÖ Abfallverbände

St.Pölten (NLK) - 20.000 Tonnen Sperrmüll, 3.000 Stück kaputte
Kühlgeräte und Entsorgungskosten zwischen 2 und 3 Millionen Euro,
diese vorläufige Bilanz zieht der Sprecher der NÖ Abfallverbände,
Vorstandsvorsitzender Dir. Alfred Weidlich, nach einem ersten
Überblick über die Müllentsorgung nach dem verheerenden Hochwasser
von Donau und Kamp.

Die NÖ Abfallverbände stehen nach dieser Katastrophe vor einem
riesigen Müllproblem und den daraus resultierenden gewaltigen
finanziellen Belastungen: Eine Umfrage ergab, dass mit einer
Gesamtmenge von bis zu 20.000 Tonnen Sperrmüll, das ist ein Drittel
des normalen Jahresaufkommens für ganz Niederösterreich, gerechnet
werden muss.

Kühlschränke, Kühlgeräte und Gefriertruhen, die auf Grund der
Umweltschutzbestimmungen einer eigenen Entsorgung zugeführt werden
müssen, werden auf ca. 3.000 Stück geschätzt. Diese Geräte sind
getrennt zu sammeln und werden an speziell dafür befugte Betriebe zur
Schadstoffentfrachtung und Verwertung übergeben. Aneinandergereiht
ergibt diese Menge eine Strecke von zwei Kilometern.

Enorm sind auch die anfallenden Transport- und Abfuhrkosten. Hier
ist man noch auf Schätzungen angewiesen, die Abfallverbände rechnen
aber auf Grund einer ersten Umfrage mit Kosten von über 2 Millionen
Euro. Darüber hinaus müssen auch die weggeschwemmten Mülltonnen und
-container den Haushalten raschest wieder zur Verfügung gestellt
werden.

"Wir bemühen uns, für die betroffenen Verbände eine Milderung der
finanziellen Auswirkungen durch Förderungen des Landes
Niederösterreich, Sondertarife bei der NÖ Umweltschutzanstalt für die
Deponierung und Kostenbeiträge des Umweltforum Haushalt (UFH) für die
Entsorgung der Kühlgeräte zu erreichen. Sehr erfreulich ist die
seitens des Österreichischen Gemeindebundes initiierte Befreiung der
abzulagernden Abfälle vom Altlastensanierungsbeitrag. Dies bedeutet
für die NÖ Abfallverbände eine Kostenermäßigung von ca. 872.000
Euro", so Weidlich.

Rückfragehinweis: Niederösterreichische Landesregierung
Pressestelle
Tel.: 02742/9005-12175

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NLK

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