Regierungsmaßnahmen, nicht Hochwassser beleben Baukonjunktur

Schuster gegen Zynismus: "Bereichern uns nicht an der Not Anderer"

St. Pölten (OTS) - Das Hochwasser habe laut einer ersten Bilanz allein in Niederösterreich an die 5.000 Häuser zum Teil schwer beschädigt, bestätigte NÖ Bau-Landesinnungsmeister Ing. Manfred Schuster. Allerdings wäre es ein "unausstehlicher Zynismus gefühlloser Leute", in diesem Zusammenhang von einer Belebung der Bauwirtschaft zu sprechen. Schuster: "Wir Baumeister bereichern uns nicht an der Not anderer Menschen." Weit eher würde die Bauwirtschaft eine nachhaltige Konjunktur-Belebung aus den von der Bundesregierung gesetzten Maßnahmen erfahren, die Hochwasserschäden wären "eine zusätzliche Aufgabe". Und im übrigen dürfe nicht vergessen werden, daß sich unter den Hochwasser-Geschädigten viele Bauunternehmen selbst befinden, die erhebliche Verluste an Material, Maschinen, Baustellen und Betriebsgebäuden hinnehmen mußten, ergänzte Schuster.

Im Hinblick auf die nun erforderlichen Instandsetzungsarbeiten an öffentlichen Gebäuden und Einrichtungen sprach sich der Landesinnungsmeister ähnlich wie auch Bundesinnungsmeister Lahofer dafür aus, notwendige Bauarbeiten im öffentlichen Bereich "rasch und unbürokratisch zu vergeben - und das heißt auf deutsch ohne zeitraubende Ausschreibung und komplizierte Vergabeverfahren!" Die Vergabegesetze würden nämlich für derartige Katastrophenfälle die Möglichkeit vorsehen, Aufträge im Verhandlungsverfahren direkt zu beauftragen. "Wenn da auf die übliche Manier vorgegangen wird, ist es Winter, bis die Baufirmen einen Auftrag erhalten - und da ist es zu spät," betonte Schuster.

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