• 27.08.2002, 12:04:46
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10 Ziele für die nächsten 10 Jahre

Onodi präsentiert SP-Gesundheitskonzept

St.Pölten (NLK) - In St.Pölten präsentierten heute
Landeshauptmannstellvertreterin Heidemaria Onodi, Salzburgs
Gesundheitsreferentin Landeshauptmannstellvertreterin Gabi
Burgstaller und der SP-Gesundheitssprecher NR Manfred Lackner unter
dem Titel "Gesundheit für alle" ein sozialdemokratisches Konzept zur
Zukunft des Gesundheitswesens.

In Österreich müsse jeder, der Rat und Hilfe brauche, diese auch
bekommen, betonte dabei Onodi und formulierte zehn Ziele für die
nächsten zehn Jahre, deren konkrete Maßnahmen auf Basis des Ende des
Jahres vorliegenden NÖ Gesundheitsberichtes erstellt werden. So
sollen etwa die Herz-/Kreislauferkrankungen um 20 Prozent reduziert
werden, im Bereich der Krebserkrankungen sollen 30 Prozent mehr zur
Vorsorge gehen. Bei der Diabetes soll der Anteil der Identifizierung
von Risikopersonen um 50 Prozent gesteigert werden, Haltungsschäden
bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen sollen um 20 Prozent
reduziert werden.

Im Bereich der psychischen Störung möchte Onodi mehr
Dezentralisierung erreichen, im Hospizwesen hingegen eine
Sicherstellung einer flächendeckenden und menschenwürdigen
geriatrischen Versorgung. Zwischen der Hauskrankenpflege, praktischen
und Fach-Ärzten sowie den Krankenhäusern sollen Schnittstellen
optimiert und Doppelgleisigkeiten vermieden werden.

Burgstaller meinte, es sei höchste Zeit für eine Trendwende, es
dürfe nicht so weit kommen, dass nur noch Basisleistungen finanziert
würden und der Rest einkommensabhängig sei. Weil sich die genannten
Ziele ohne flankierende Maßnahmen auf Bundesebene und im speziellen
ohne "frisches Geld" nicht finanzieren ließen, forderte sie in Bezug
auf eine nachhaltige Finanzierung eine Gleichstellung der
Beitragssätze, die Anerkennung der Gesundheitskomponente bei der
Tabaksteuer, einen gerechten Steuerausgleich, die Bekämpfung von
Schwarzarbeit und Beitragsschulden, eine Transparenz der
Finanzierung, eine Verbreiterung der Beitragsgrundlage und eine
Entlastung bei den Medikamentenausgaben.

Zudem will sie Qualitätssicherung und -kontrolle in Krankenhäusern
und bei niedergelassen Ärzten verstärken, Schnittstellen besser
organisieren und Patientenorientierung bzw. -rechte weiter ausbauen.
Eine Verländerung des Gesundheitswesens sei abzulehnen.
Lackner ergänzte, ein an sich gutes Gesundheitssystem sei an den Rand
des Abgrunds gedrängt worden, statt des propagierten Nulldefizits in
der Sozialversicherung sei es etwa zu einer Vervierfachung des
Abgangs gekommen. Das Motto der Bundesregierung "Wer krank ist, muss
zahlen" führe direkt in eine Zwei-Klassen-Medizin. Die SP bekenne
sich hingegen zum Solidaritätsprinzip "Junge für Alte, Gesunde für
Kranke und Reiche für Arme". Im übrigen sei nicht nur die Opposition,
sondern auch die Ärztekammer mit der Gesundheitspolitik der
Bundesregierung unzufrieden.

Rückfragehinweis: Niederösterreichische Landesregierung
Pressestelle
Tel.: 02742/9005-12175

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NLK/NLK

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