- 20.08.2002, 12:22:03
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- OTS0091 OTW0091
Korrektur zu OTS0060 Achtung Keiler unterwegs!
Es muss richtig heißen:"Ein Kostenvoranschlag ist grundsätzlich
kostenlos und verbindlich."
Wien (AKNÖ) – Nach den verheerenden Folgen der Hochwasserkatastrophe
ist für viele Betroffene die Rückkehr zum Alltag sehr schwer. Viele
Wohnhäuser in den betroffenen Gebieten wurden durch die
Überschwemmungen stark in Mitleidenschaft gezogen. Findige
Geschäftemacher nutzen nun die Folgen der Hochwasserkatastrophe aus,
um das Geschäft ihres Lebens zu machen. In der Konsumentenberatung
der Niederösterreichischen Arbeiterkammer (AKNÖ) häufen sich die
Anrufe von besorgten, betroffenen und auch empörten Konsumenten.
Günther La Garde, Leiter der AKNÖ-Konsumentenschutzabteilung
erzürnen derartige Verkaufspraktiken : "Keiler schwärmen nun aus wie
die Heuschrecken und machen sich die Not der Menschen zu nutze, um
so viel Geld wie möglich in die eigenen Tasche zu wirtschaften."
Von Fassadenkeilern, Finanzberatern und
Mauertrockenlegungsgeräten
Zur Zeit bietet sich den Keilern ein
breites Betätigungsfeld an. Mehr als sonst sind in den betroffenen
Gebieten Finanzberater unterwegs und bieten Fremdwährungskredite an.
Dass es sich dabei um eine hochsensible und komplizierte
Finanzierungsform handelt, verschweigen sie zumeist.
"Fremdwährungsfinanzierung ist letztendlich reine
Devisenspekulation. Man kann zwar Gewinne machen, muss darum aber
auch ein hohes Risiko in Kauf nehmen, Verluste einzustecken." Die
Konsumentenschützer warnen auch vor Kreditvermittlern. Im Prinzip
organisiert dieser Geld, das auch billiger zu haben wäre. Denn wer
bei einem Vermittler Bares bekommt, kriegt es in der Regel auch bei
der Bank. Ohne Vermittlungsspesen zu bezahlen. Viele Anfragen gab es
auch zu Mauertrockenlegungsgeräten. Mobile Verkaufsberater
versprechen geschädigten Hausbesitzern das Blaue vom Himmel.
"Aggressive Keiler cashen gewaltig ab, die Opfer der
Hochwasserkatastrophe bleiben in ihrem feuchten Zuhause zurück. Ich
kann aber allen Konsumenten nur davon abraten, sich auf derartige
Geschäfte einzulassen. Denn am Ende gibt es meist ein böses
Erwachen. Hat man sich aber doch zu einem Vertragsabschluss zwischen
Tür und Angel hinreißen lassen, kann man nach § 3
Konsumentenschutzgesetz innerhalb einer Woche von dem Vertrag
zurücktreten – am besten mittels eingeschriebenen Briefes." Auch
zwielichtige Fassadenbeschichtungsfirmen treiben wieder ihr Unwesen.
Wie die Experten der AKNÖ-Konsumentenberatung aufgrund zahlreicher
Anfragen feststellen mussten, keilen die "Unternehmen" mit
anscheinend günstigen Werkverträgen arglose Kunden und unterbreiten
ihnen später saftige Rechnungen - oft ohne die vereinbarten
Leistungen erbracht zu haben. Die Konsumentenschützer raten
stattdessen, auf die Hilfe von Fachleuten zurückzugreifen. Bevor
allerdings Aufträge erteilt werden, gilt es unbedingt zumindest
einen Kostenvoranschlag einzuholen. Dazu la Garde: "Ein
Kostenvoranschlag ist grundsätzlich kostenlos und verbindlich."
AKNÖ überprüft Versicherungs- und Kreditverträge
Die NÖ
Arbeiterkammer bietet den geschädigten Konsumenten eine
Sonderberatung in Versicherungsfragen an. Denn vielen Konsumenten
ist nicht klar, ob und welchen Umfang Schadensersatzanspruch
besteht. Unter der Hotline 0800/232323-1616 beantworten die
Versicherungsexperten der AKNÖ alle Fragen rund um Versicherungen.
Die Konsumentenschützer überprüfen auf Wunsch von Konsumenten vor
Abschluss eines Kredites auch dessen Vertragsbedingungen, zusätzlich
besteht auch weiterhin die Möglichkeit Kreditverträge überprüfen zu
lassen. Beratungen in Kredit- und Versicherungsfragen werden ab 26.
August eine Woche lang in besonders betroffenen Gebieten auch direkt
vor Ort durchgeführt.
Rückfragehinweis: AKNÖ Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: (01) 58883-1248
mailto:[email protected]
http://www.aknoe.at
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