- 14.08.2002, 13:40:50
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Hochwasserkatastrophe: Wirtschaftskammer Niederösterrreich stellt 3 Mio. Euro als Soforthilfe für betroffene Unternehmer bereit
Präsidentin Sonja Zwazl: " Ich setze auf Solidarität!"
Wien (OTS) In Anbetracht des Ausmaßes der Hochwasserkatastrophe
stellt die Wirtschaftskammer Niederösterreich aus dem
Existenzsicherungsfonds insgesamt 3 Mio. Euro bereit. Als
Höchstbetrag erhalten betroffene Unternehmer als einmalige
Soforthilfe 5000 Euro. Zusätzlich stellen die Wirtschaftskammern
Österreichs 2000 Euro und die Sozialversicherungsanstalt der
Gewerblichen Wirtschaft 3000 Euro die vom Hochwasser schwer
geschädigtn Betriebe zur Verfügung.
"Eine unbürokratische Abwicklung soll garantieren, dass die schwer
getroffenen Unternehmer
möglichst rasch eine erste finanzielle Unterstützung erhalten",
stellt Sonja Zwazl, Präsidentin der Wirtschaftskammer
Niederösterreich, dazu fest ."Erste Ansprechpartner für die Betriebe
sind unsere Bezirksstellen." Für alle Fragen steht zusätzlich die
kostenlose Hotline der Wirtschaftskammer Österreich 0800/221 221
auch am Wochenende zur Verfügung.
Um eine rasche Schadensabwicklung zu ermöglichen, sollen sich
betroffene Unternehmer umgehend mit der Gemeinde oder ihrer
Bezirksstelle in Verbindung setzen. Die von den Gemeinden
eingesetzten Schadenskommissionen werden bei den Betrieben das
konkrete Schadensausmaß ermitteln, um die Basis für die Zuschüsse aus
dem Existenzsicherungsfonds der Wirtschaftskammer Niederösterreich zu
erstellen. Auch für die Zuerkennung von Zuschüssen aus dem
Katastrophenfonds des Landes ist diese Schadenserhebung
Voraussetzung. "Wir werden auf eine möglichst rasche Durchführung der
Schadenserhebung drängen. Mitarbeiter der Wirtschaftskammer stehen
ab sofort zur Unterstützung der Gemeinden zur Verfügung", so Zwazl.
In die Soforthilfeaktion der Wirtschaftskammern fließen auch Beträge,
die Unternehmer für Unternehmer spenden. Zu diesem Zweck wurde unter
der Bezeichnung "Betriebe in Not - Solidaritätsfonds für
hochwassergeschädigte Betriebe" Spendenkontos eingerichtet (Liste
siehe unten). "Ich rechne mit der Solidarität der
niederösterreichischen Unternehmer, die von der Hochwasserkatastrophe
verschont geblieben sind", ist Präsidentin Sonja Zwazl überzeugt,
dass der Spendenaufruf nicht ins Leere geht. "Und dass es auch
Unterstützung aus nicht betroffenen Bundesländern gibt, freut mich
natürlich besonders."
Die Wirtschaftskammer hat auch sofort mit NÖ Gebietskrankenkasse
und NÖ Arbeitsmarktservice Kontakt aufgenommen und sich deren
Unterstützung versichert. Obwohl am 15. August die Beiträge an die
Gebietskrankenkasse fällig wären, hat diese zugesagt, bei
hochwasserbedingten Verzögerungen keine Sanktionen wie
Beitragszuschläge oder Verzugszinsen zu setzen. Der betroffene
Betrieb muss nur in irgendeiner Form Meldung bei der Bezirksstelle,
Abteilung Beitragseinbringung, oder der Hauptstelle der
Gebietskrankenkasse machen. Das AMS gewährt in Anbetracht der
Naturkatastrophe den Unternehmen Kurzarbeitsunterstützung ohne
Vorliegen einer Sozialpartnervereinbarung oder Bekanntgabe fixer
Ausfallszeiten. Voraussetzung ist ein Antrag bei der regionalen
Geschäftsstelle des AMS. "Ich danke beiden Organisationen für diese
unbürokratische Vorgangsweise. Sie tragen durch diese effiziente
Hilfe dazu bei, dass die Lage der Unternehmer nicht noch weiter
verschärft wird.", zeigt sich Zwazl erfreut über die
Kooperationsbereitschaft.
Spendenkonten "Betriebe in Not - Solidaritätsfonds für
hochwassergeschädigte Betriebe:
PSK: 90 412 000
Erste Bank: 404 100 200 00
Bank Austria/CA: 20 95 032 32
RZB: 409 409
Volksbank: 414 500 33 042
Rückfragehinweis: Wirtschaftskammer Niederösterreich
Kommunikationsmanagement
Tel.: (++43-1) 53466-1308
mailto: kommunikation@noe.wk.or.at
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