Boa constrictor - neu im Tierpark Herberstein

Herberstein (OTS) - Die Abgottschlange ist wohl 'die
Riesenschlange' schlechthin, und gleichzeitig eine der wenigen Tierarten, die besser unter ihrem wissenschaftlichen Namen bekannt ist - Boa constrictor.

Wie alle Riesenschlangen ist auch die, bis zu 2,5 Meter lange Boa constrictor ungiftig. In ihrem Verbreitungsgebiet in Zentral- und Südamerika leben die unter Artenschutz stehenden Abgottschlangen vorwiegend von kleinen Säugetieren, Vögeln und anderen Reptilien, die sie mittels ihres feinen Geruchssinnes erkennen. Im Gegensatz zu uns Menschen riechen Boas mit ihrer Zunge. Durch das bekannte 'Züngeln' nehmen Schlangen Duftpartikel aus der Luft auf und führen diese an ein Geruchsorgan im Gaumen. Haben Boas ihre Beute mit den Kiefern geschnappt, wickeln sie ihren kräftigen Körper um ihr zukünftige Futter. Jedesmal, wenn das Beutetier ausatmet, zieht die Schlange ihren Körper enger zusammen und erstickt so ihre Beute, die mit dem Kopf voran als Ganzes geschluckt wird.

Die wunderschön gefärbten Abgottschlangen erreichen ein Gewicht bis zu 20 Kilogramm und können 30 Jahre alt werden.

Beide Boas - ein Männchen und ein Weibchen - die seit einer Woche im Tier- und Naturpark Schloss Herberstein eingewöhnt wurden, stammen aus dem Reptilienzoo Happ in Klagenfurt. Die Tiere sind bereits etwas über einen Meter lang und gerade dabei sich zu häuten, ein Vorgang, der mit dem Wachstum der Schlangen in Zusammenhang steht. In dieser Zeit der Häutung, sind Boas empfindlich, fressen nicht und sind so gut wie blind, da auch die Augen von einer Hautschuppe geschützt sind, die abgestreift wird.

Seit wenigen Tagen sind die Boas bereits für Besucher zu sehen. Sie bewohnen ein sehr großzügiges Terrarium in dem sie optimale Bedingungen, wie im tropischen Regenwald vorfinden. Ihre unmittelbaren Nachbarn sind die ebenfalls aus Südamerika stammenden Lisztaffen, Nandus und Lamas.

Nach vollendeter Häutung wird auch für Besucher zu fixen Zeiten die Möglichkeit bestehen unter Aufsicht geschulter Fachleute eine Boa anzugreifen und mehr über das Leben dieser faszinierenden Tiere zu erfahren. Die nächste Fütterung der beiden Riesenschlangen findet am 16. August statt.

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Mag. Andreas Kaufmann
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