• 07.08.2002, 16:17:14
  • /
  • OTS0119 OTW0119

Krankenstand: Vorstoß der Wirtschaftskammer für Wirtschaftsreferent Pfeifenberger indiskutabel

Power-Card Versicherungspaket für Freizeit- und Sportunfälle die bessere Alternative - Standard-Versicherungskosten dürfen nicht auf die Mitarbeiter abgewälzt werden - WKK-Argumente dünn

Klagenfurt (LPD) - Wirtschaftsreferent LHStv. Karl Pfeifenberger
hat heute den Vorstoß der Wirtschaftskammer Kärnten, nämlich
Mitarbeiter zu einer Selbstversicherung bei Freizeit- und
Sportunfällen zu zwingen, strikt abgelehnt. Es kann nicht sein, dass
sich die Wirtschaftskammer nur für die Rechte und nicht für die
Pflichten der Unternehmer kümmere, so Pfeifenberger. Für den
Wirtschaftsreferenten des Landes Kärntens sind die Argumente von
WKK-Präsident Franz Pacher mehr als dünn, denn es kann nicht sein,
dass die Kammer ihre Mitgliedsbetriebe gegen die eigenen Mitarbeiter
aufhetzt. "Pacher entwickelt sich zunehmend zum Raubritter auf Kosten
der Kärntner Arbeitnehmer", stellte Pfeifenberger fest.

Die Obhut und die Vorsorge liegt ganz klar bei den Betrieben und
bei den Versicherungen, und das soll auch so bleiben, betonte
Pfeifenberger. Es sei für ihn völlig unverständlich, wenn die Kammer
auf einmal eine Selbstversicherung der Dienstnehmer verlange, damit
wird nur eine Verunsicherung der Arbeitnehmer erreicht, und
Millionenbeträge einfach auf die Beschäftigten abgeschoben und somit
die Kaufkraft geschmälert. Wir werden alles unternehmen, um Pacher
von dieser fatalen Idee abzubringen und für bereits vorhandene,
bessere Lösungen zu überzeugen.

So gibt es im Rahmen der Power Card eine günstige Freizeit- und
Unfallversicherung für die Unternehmer. Es wird auf Initiative von
Pfeifenberger Kärntens Unternehmern eine Versicherung für
Entgeltfortzahlung nach Freizeit- und Sportunfällen angeboten.
Möglich gemacht wird diese österreichweit einzigartige Aktion durch
eine Kooperation des Landes über die Kärnten Power Card und der
UNIQA-Versicherung. Das attraktive Versicherungspaket übernimmt 80
Prozent der Lohn- bzw. Gehaltsfortzahlung ab dem dritten
Krankenstandstag. Die Prämienberechnung erfolgt auf Grund der
Jahresbrutto-Lohnsumme getrennt nach Männern und Frauen, wobei alle
Dienstnehmer eines Unternehmens zu versichern sind. Die Jahresprämie
kostet im Durchschnitt für Männer 111,29 Euro und für Frauen 56,02
Euro.

LHStv. Karl Pfeifenberger erklärte heute neuerlich, dass einem
mittleren Betrieb mit vier weiblichen und sechs männlichen
Mitarbeitern die Jahresprämie 928 Euro kostet. Bei einem Krankenstand
von 14 Tagen wäre die Gegenleistung bei einer Frau 469 Euro und bei
einem Mann 554 Euro.

Pfeifenberger empfiehlt Pacher dringend, seinen wagemutigen
Vorschlag zu überdenken. Laut Wirtschaftsreferenten sei es eine
gesellschaftspolitische Verpflichtung der Wirtschaftskammer, auch zum
Wohle der Bediensteten zu handeln. Eine mehr als attraktive
Alternative gibt es bereits mit der Power Card, jetzt ist Pacher
gefordert zu handeln. Pfeifenberger rechnete überdies vor, dass
Einzelprämien wesentlich teurer kommen als die günstigen
Package-Tarife der Uniqua, welche mit der Power Card abgeschlossen
wurden. (Schluss)

Rückfragehinweis: Kärntner Landesregierung
Landespressedienst
Tel.: (0463) 536-2852
http://www.ktn.gv.at/index.html

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NKL/LPD

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel