• 03.08.2002, 11:36:31
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Knotzer: Mord im Flüchtlingslager Traiskirchen nur Spitze des Eisberges

Innenminister soll Urlaub abbrechen und sich vor Ort informieren; unzumutbare Zustände im Lager und für die Bevölkerung der Stadt; Flüchtlingslager heillos überfüllt

St. Pölten, (SPI) - "Eine Stadt lebt in Angst und die berechtigte
Beunruhigung der Bevölkerung über die jüngsten Vorfälle im
Flüchtlingslager selbst, aber auch in der Stadt Traiskirchen, zeigen
einmal mehr die unzumutbaren Zustände, mit denen die Menschen
tagtäglich konfrontiert sind", sieht Traiskirchens Bürgermeister
Landesrat Fritz Knotzer die Geduld der Menschen endgültig erschöpft.
Knotzer: "Der Mord in der Nacht vom Mittwoch auf Donnerstag dieser
Woche ist nur die Spitze des Eisberges. Die Kleinkriminalität hat in
den vergangenen Wochen massiv zugenommen, Ladendiebstähle, Einbrüche,
aufgebrochene Autos, Belästigungen, speziell von Jugendlichen, und
Drogendelikte stehen auf der Tagesordnung. Die Wirtschaftstreibenden
überlegen bereits eine Unterschriftenaktion gegen das Lager und den
Einsatz privater Wachorgane."*****

Die Zustände im Flüchtlingslager Traiskirchen selbst sind
unmenschlich. Die Überfüllung des Lagers mit mehr als 1.000 Menschen
führt bei den derzeit laufenden Umbauarbeiten zu massiven Problemen.
Menschen verschiedener Nationalitäten werden in wenigen Räumen
zusammengepfercht, was die Spannungen zwischen den Nationalitäten
erhöht und immer wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen führt.
Jugendliche und Kinder haben am meisten zu erdulden - denn sie sind
die Schwächsten im Lager. "Ich fordere Innenminister Ernst Strasser
auf, seinen Urlaub zu unterbrechen und sich vor Ort ein Bild von den
Zuständen zu machen. Die Flüchtlingszahlen müssen sofort auf rund 500
reduziert werden, in der Stadt muss die Überwachungstätigkeit der
Gendarmerie verstärkt werden. Vor kurzem wurde der Gendarmerieposten
Pfaffstätten zugesperrt, der Überwachungsbereich wurde einfach dem
Posten Traiskirchen überantwortet, ohne dass mehr Personal zur
Verfügung gestellt wird. Dass führt naturgemäß zu Engpässen auf dem
Rücken der Bevölkerung. Unsere Geduld ist am Ende. Geschieht nicht
bald was, könnte die Situation eskalieren", so Knotzer.
(Schluss) fa

Rückfragehinweis: Landtagsklub der SPÖ NÖ
Mag. Andreas Fiala
Tel: 02742/9005 DW 12794
Handy: 0664 20 17 137
mailto:andreas.fiala@noel.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSN/SPI

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