Knotzer: Mord im Flüchtlingslager Traiskirchen nur Spitze des Eisberges

Innenminister soll Urlaub abbrechen und sich vor Ort informieren; unzumutbare Zustände im Lager und für die Bevölkerung der Stadt; Flüchtlingslager heillos überfüllt

St. Pölten, (SPI) - "Eine Stadt lebt in Angst und die berechtigte Beunruhigung der Bevölkerung über die jüngsten Vorfälle im Flüchtlingslager selbst, aber auch in der Stadt Traiskirchen, zeigen einmal mehr die unzumutbaren Zustände, mit denen die Menschen tagtäglich konfrontiert sind", sieht Traiskirchens Bürgermeister Landesrat Fritz Knotzer die Geduld der Menschen endgültig erschöpft. Knotzer: "Der Mord in der Nacht vom Mittwoch auf Donnerstag dieser Woche ist nur die Spitze des Eisberges. Die Kleinkriminalität hat in den vergangenen Wochen massiv zugenommen, Ladendiebstähle, Einbrüche, aufgebrochene Autos, Belästigungen, speziell von Jugendlichen, und Drogendelikte stehen auf der Tagesordnung. Die Wirtschaftstreibenden überlegen bereits eine Unterschriftenaktion gegen das Lager und den Einsatz privater Wachorgane."*****

Die Zustände im Flüchtlingslager Traiskirchen selbst sind unmenschlich. Die Überfüllung des Lagers mit mehr als 1.000 Menschen führt bei den derzeit laufenden Umbauarbeiten zu massiven Problemen. Menschen verschiedener Nationalitäten werden in wenigen Räumen zusammengepfercht, was die Spannungen zwischen den Nationalitäten erhöht und immer wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen führt. Jugendliche und Kinder haben am meisten zu erdulden - denn sie sind die Schwächsten im Lager. "Ich fordere Innenminister Ernst Strasser auf, seinen Urlaub zu unterbrechen und sich vor Ort ein Bild von den Zuständen zu machen. Die Flüchtlingszahlen müssen sofort auf rund 500 reduziert werden, in der Stadt muss die Überwachungstätigkeit der Gendarmerie verstärkt werden. Vor kurzem wurde der Gendarmerieposten Pfaffstätten zugesperrt, der Überwachungsbereich wurde einfach dem Posten Traiskirchen überantwortet, ohne dass mehr Personal zur Verfügung gestellt wird. Dass führt naturgemäß zu Engpässen auf dem Rücken der Bevölkerung. Unsere Geduld ist am Ende. Geschieht nicht bald was, könnte die Situation eskalieren", so Knotzer.
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