Neun Flüchtlingskinder wieder auf Einladung der SJ NÖ und MEP Karin Scheele für drei Wochen in Niederösterreich

SJ NÖ: Aktion "Ferien vom Krieg" als Akt der gelebten internationalen Solidarität!

St. Pölten, (SPI) - Auf Einladung der Sozialistischen Jugend NÖ (SJ NÖ) und von MEP Karin Scheele befinden sich neun saharauische Kinder auf einem dreiwöchigen Erholungsaufenthalt in Niederösterreich. Der Name der Aktion ist gleichsam Programm. "Ferien vom Krieg" in für die Gäste neuer Umgebung ist das Ziel. Den Kindern wird ein umfassendes Freizeit- und Erholungsprogramm mit einer ganzen Reihe von interessanten Ausflügen geboten. Untergebracht und betreut wird die Kinderdelegation auf Einladung des dort ortsansässigen Bundesvorsitzenden der Sozialistischen Jugend Österreich (SJÖ) Andreas Kollross in Trumau (Bezirk Baden, NÖ). Die Aktion "Ferien vom Krieg" wird traditionell von Seiten der SJ NÖ unterstützt und durchgeführt. "Es gilt ein Stück gelebte internationale Solidarität zu verwirklichen und gleichzeitig einen Beitrag zu leisten um die Anliegen der Saharauis nicht vollends in Vergessenheit geraten zu lassen", so Bernhard Wieland, Landesvorsitzender der SJ NÖ, zu den Motiven der Aktion.****

Beim Westsahara-Konflikt - der durch die jüngsten Spannungen zwischen Marokko und Spanien wieder eine größere internationale Aufmerksamkeit erfahren hat - dreht es sich um die Dekolonialisierung eines Landes. Bis 1975 war die Westsahara eine spanische Kolonie. 1965 gestanden die Vereinten Nationen den Saharauis eine Abstimmung über ihre Unabhängigkeit zu. Spanien führte dieses vorgeschriebene Referendum nie durch, sondern trat die Westsahara entgegen den Bestimmungen des Völkerrechts mit dem "Madrider Abkommen" an Marokko und Mauretanien ab. Ende 1975 zog sich Spanien aus der Westsahara zurück und Marokko besetzte das Gebiet. Ein Großteil der Saharauis flüchtete zuerst innerhalb des Gebietes der Westsahara und nach Angriffen mit Napalmbomben im März 1976 hinter die algerische Grenze. In der Nähe von Tindouf entstanden Flüchtlingslager in denen die Saharauis nun bereits seit Jahrzehnten leben.

Bis zur Ausarbeiten eines Friedensplanes der Vereinten Nationen, welches ein Unabhängigkeitsreferendum vorsieht, gab es zwischen der Frente Polisario (Befreiungsorganisation der Saharauis) und Marokko Krieg. Seither blockiert Marokko immer wieder die Umsetzung des Friedenplanes und die Abhaltung der Volksabstimmung. Internationaler Druck ist notwendig, um den Saharauis zu ihrem Recht zu verhelfen. (Schluss)

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