- 02.08.2002, 12:07:20
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Wirtschaft unterstützt RTR-Vorschlag zur Zweckbindung der Rundfunkgebühren
Mitterlehner: "Die enormen Kosten für die Digitalisierung des Rundfunks und die notwendigen digitalen Programmentwicklungen können nicht von den betreibenden Unternehmen alleine aufgebracht werden"
Wien (PWK561) - "Die Digitalisierung im Fernseh- und Radiobereich
ist auch für die österreichische Wirtschaft von großer Bedeutung",
betont Reinhold Mitterlehner, Generalsekretär-Stellvertreter der
Wirtschaftskammer Österreich, heute, Freitag, anlässlich einer
Pressekonferenz der Rundfunk- und Telekomregulierungsbehörde RTR.
Profitieren würde davon nicht nur die Rundfunk- und Medienbranche,
sondern auch content-Lieferanten, Hardware-Produzenten und
Endgeräte-Hersteller.
"Da die Digitalisierung einen hohen Umstellungsaufwand darstellt,
letztlich aber allen Branchen der Wirtschaft zugute käme, sollen die
Marktteilnehmer, dass heißt vor allem die öffentlich-rechtlichen und
privaten TV- und Radiosender, eine zweckgebundene Förderung aus dem
Topf der Rundfunkgebühren erhalten", fordert Mitterlehner und
unterstützt damit einen entsprechenden Vorschlag von Alfred
Grinschgl, Geschäftsführer für den Fachbereich Rundfunk der
Regulierungsbehörde RTR. Dazu soll jener Teil der Rundfunkgebühren,
der nicht dem ORF, sondern dem Bund zufließt, nämlich die für Radio-
und Fernsehempfangseinrichtungen zu entrichtende "Radio- und
Fernsehgebühr" zur Förderung von Programmentwicklungen speziell für
das Digital-TV verwendet werden. "Damit würden die Rundfunkgebühren
zweckgebunden verwendet und eine Wettbewerbsgleichheit zwischen ORF
und den privaten Anbietern geschaffen, die dann ebenfalls gefördert
würden", erläutert Mitterlehner.
Nach Grinschgl könnten die 45 Mio. Euro an Radio- und TV-Gebühren in
die Entwicklung innovativer und interaktiver Anwendungen und
Programminhalte des ORF und der privaten Anbieter im Bereich
Digital-TV fließen. Weitere Mittel daraus sollen der RTR bzw der für
den Rundfunk zuständigen KommAustria zukommen und der Förderung des
dualen Rundfunks mit neuen privaten Anbietern sowie der
Weiterentwicklung des Medienstandortes Österreich dienen. "Dadurch
profitieren alle, der ORF, die Privat-TV-Anbieter, die Privatradios
sowie damit verbundene Wirtschaftszweige", so Mitterlehner weiter.
"Um den technischen Anschluss nicht zu verpassen, eine selbständige
und erfolgreiche Medienlandschaft in Österreich zu erhalten und den
Medien- und Wirtschaftsstandort Österreich zu stärken, ist rasches
Handeln erforderlich", so Mitterlehner abschließend. (gt)
Rückfragehinweis: Wirtschaftskammer Österreich
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