- 22.07.2002, 10:57:40
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"Komm, süßer Tod" - der Erfolgsroman von Wolf Haas als zweiteiliges Ö1-Hörspiel
Wien (OTS) - Ö1 sendet den Erfolgsroman "Komm, süßer Tod" von Wolf
Haas als zweiteiliges Hörspiel. Die Termine in Österreich 1: Samstag,
27. Juli um 14.00 Uhr und Dienstag, 30. Juli um 20.31 Uhr.****
Nach den Hörkrimis "Auferstehung der Toten" und "Der Knochenmann",
die beide vom ORF-Publikum zu den "Hörspielen der Jahre 1999 und
2000" gewählt wurden, produzierte der ORF mit dem WDR nun einen
dritten Wolf-Haas-Roman - "Komm, süßer Tod" - als Hörspiel, Regie
führte wieder Götz Fritsch. Die Besetzung: Erwin Steinhauer
(Brenner), Wolfram Berger (Erzähler), Wolfgang Böck, Ulli Maier, Susi
Nicoletti, Elfriede Ott, u. v. a., Musik: Otto Lechner. Zum Inhalt:
Privatdetektiv Brenner hat den Job als Privatdetektiv an den Nagel
gehängt und arbeitet als Rettungsfahrer. Sein Chef ist froh darüber,
dass er einen ehemaligen Schnüffler in seinen Reihen hat. Im
beinharten Kampf um die "Nummer Eins" im Wiener Rettungswesen will er
den üblen Machenschaften der Konkurrenz ein für alle mal einen Riegel
vorschieben. Waren in "Auferstehung der Toten" und "Der Knochenmann"
die Schrecken der Provinz Ausgangspunkt und Schauplatz der Haas'schen
Satire, merkt Brenner, der Privatdetektiv wider Willen, dass auch das
Leben in der Großstadt kein Honiglecken ist. Das großstädtische
Milieu bietet Haas genügend Ansatzpunkte für seinen gemütvoll
beißenden Spott, der sich meist im Mäntelchen der Menschenliebe
daherschwindelt.
Regisseur Götz Fritsch: "Mit Wolf Haas haben wir einen
Schriftsteller fürs Hörspiel gefunden, der fernab aller
amerikanischen Klischees mit der Krimiform spielt. Nur auf den ersten
Blick verdeckt sein skurriler Humor die bitterböse Absicht, mit der
Schattenseite österreichischer Gemütlichkeit abzurechnen. Seine
Geschichten enthalten die wichtigsten Ingredienzien für ein gutes
Hörspiel. Der Stoff geht uns etwas an, die Figuren sind plastisch der
Wirklichkeit abgelauscht und nicht schon beim ersten Hinhören
einzuordnen, die Handlung zieht sich als stimmiger roter Faden durchs
Stück, verdeckt aber nicht die Lust, hinters Krimi-Geschehen blicken
zu wollen. Den Schauspielern und allen an der Produktion Beteiligten
machte es ein unglaubliches Vergnügen, den Haas'schen phantasievollen
Salti zu folgen. Und da wir Macher ja nicht so ganz anders geartet
sind als unser Publikum, nehmen wir an, dass auch die Hörer sich
gerne wieder den Vertracktheiten menschlicher Gemeinheit im neuen
Haas aussetzen. Diesmal allerdings kamen wir mit den für ein Hörspiel
üblichen 60 Minuten Sendelänge nicht aus, ohne den Witz der
Haas'schen Vorlage zu beschädigen. So bin ich sehr froh, dass wir das
Stück in zwei Folgen produzieren konnten."(ih)
Rückfragehinweis: ORF Radio Öffentlichkeitsarbeit
Isabella Henke
Tel.: 01/501 01/18050
mailto:[email protected]
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