• 19.07.2002, 14:48:51
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Blinder Zynismus der AK bei Agrarfragen schadet ihren Mitgliedern Großbetriebe sind wichtige Arbeitgeber im ländlichen Raum

Wien (OTS) - In ihrer heutigen Pressekonferenz fordert die
Arbeiterkammer eine radikale Agrarreform. Sie geht von einem Rückgang
der bäuerlichen Betriebe aus und fordert, dass die Agrarmittel für
andere nicht-landwirtschaftliche Bereiche verwendet werden. Damit
wird der ohnedies schwache ländliche Raum auch zum Nachteil der
AK-Mitglieder geopfert, so der Hauptverband der Land- und
Forstwirtschaftsbetriebe.

"Die heute getätigten zynischen Aussagen der Arbeiterkammer zu
Agrarreform und EU- Erweiterung können nicht im Sinne der Konsumenten
und Dienstnehmer sein", sagt Dipl.-Ing. Felix Montecuccoli,
Vizepräsident des Hauptverbandes der Land- und
Forstwirtschaftsbetriebe. Die AK-Expertin Maria Kubitschek geht von
einem weiteren Schrumpfen der Beschäftigten in der Landwirtschaft aus
und will deshalb weitere Mittel gar nicht mehr in diesen Sektor
leiten.

Ländlicher Raum wird weiter geschwächt

Sollten die geplanten Agrarreformen durchgeführt werden, wird sich
die - ohnedies schwierige - Beschäftigungssituation in der
Landwirtschaft noch verschärfen: Denn jeder Bauer, der aufgibt,
drängt auf den Arbeitsmarkt. Zudem wird dem ländlichen Sektor die
Lebensgrundlage genommen. Gerade die von der AK heftig attackierten
größeren Betriebe beschäftigen Dienstnehmer. So leben von einem
Gutsbetrieb mit 200 ha zumindest drei Familien. Darüber hinaus ist
die land- und forstwirtschaftliche Produktion der Motor für
Zulieferungs- und Verarbeitungsbetriebe wie Saatgut, Geräte,
Betriebsmittel, Maschinen, Lebensmittel, Verpackung um nur einige
wenige zu nennen.

"Die AK fordert ohne sachliche Grundlage eine Diskriminierung der
Vollerwerbsbetriebe. Dabei scheint ihr auch egal zu sein, ob
Grundnahrungsmittel importiert werden müssen. Denn
Versorgungssicherheit kann nur bei gesunden Strukturen garantiert
werden," so Felix Montecuccoli. Es muss bezweifelt werden, ob das
Herankarren von Milch, Butter und Brot über hunderte oder tausende
Kilometer im Sinne von Konsumenten und Umwelt ist.

Mit ihren populistischen Vorschlägen zur Umverteilung und dem
gleichgültigen Hinweis auf die schrumpfende Landwirtschaft lässt die
AK erkennen, dass ihr ländliche Strukturen und heimische Lebensmittel
kein Anliegen sind. "Die bisherigen Aussagen der AK zu
Konsumentenschutz und Umwelt sind damit entlarvt", sagt Montecuccoli.

Rückfragehinweis:
Hauptverband der Land- und
Forstwirtschaftsbetriebe Österreichs (HVLF)
Dipl-Ing. Felix Montecuccoli
Vizepräsident des HVLF
Mobil: 0664/433 27 71

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF/OTS

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