Bartenstein: Rahmenbedingungen für die Region NÖ-Süd schaffen Utl: Politische Einflussnahme kann fatale Folgen haben

Wien (BMWA/OTS) - Zum heutigen Aus für die Reifenproduktion von Semperit in Traiskirchen stellte Wirtschafts- und Arbeitsminister Dr. Martin Bartenstein fest, dass sein Ressort für den Standort Traiskirchen und Umgebung Maßnahmen im möglichen Rahmen ergriffen habe, wie die Einrichtung einer Arbeitsstiftung und die sofortige Zurverfügungstellung von Investitionskostenzuschüssen. Regionalgebiete wie Traiskirchen und Lebring, die von großen Betriebsschließungen betroffen sind, werden außerdem, so Bartenstein, in Gegengeschäftsverhandlungen eingebracht. Deutsche Beispiele wie Holzmann und Babcock zeigen, wie fatal sich politische Einflussnahmen auf unternehmerische Belange auswirken können. ****

Bartenstein wies darauf hin, dass für die Region Niederösterreich Süd eine konzertierte Bund-Land-Förderungsaktion vorgesehen ist. Mit ihr sollen arbeitsplatzschaffende Investitionen in Betriebsanlagen und Neugründungen im Bereich von Forschung und Entwicklung, in bestehenden Unternehmen und Betriebsansiedlern des produzierenden Gewerbes und der Industrie oder industrienaher Dienstleistungsunternehmen gefördert werden.

Das vorgesehene Gesamtinvestitionszuschussvolumen beläuft sich auf 14,5 Millionen Euro und wird 1:1 zwischen Bund (Arbeitsmarktförderung) und Land aufgeteilt. In der Kernzone Baden sollen 7,2 Millionen Euro Investitionskostenzuschuss (je 3,6 Millionen Euro Bund und Land) placiert werden.

Diese gemeinsamen Förderungsmaßnahmen von Bund und Land für die Region Niederösterreich Süd sollen primär heuer und im nächsten Jahr wirksam werden.

Darüber hinaus stehen ERP-Kredite in Gesamthöhe von 36,3 Millionen Euro zur Verfügung. Weiters kann ein Bürges-Garantierahmen in der Gesamtsumme von 36,3 Millionen Euro zur Besicherung von Krediten bei fehlenden banküblichen Sicherheiten sowie zur Mobilisierung von Eigenkapital angeboten werden.

Bei Semperit konnten von den bisher 228 gekündigten Mitarbeitern bereits 120 wieder eine Arbeit finden. Insgesamt werden bis Jahresende 950 Mitarbeiter freigesetzt. Bis jetzt haben 73 Mitarbeiter von der Altersteilzeit Gebrauch gemacht. Das Wirtschafts-und Arbeitsministerium geht davon aus, dass 600 Mitarbeiter in eine Arbeitsstiftung gehen. Conti stellt für Qualifizierungsmaßnahmen und Stipendium bis 2005 5,2 Millionen Euro zur Verfügung.

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191322 Jul 02

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