- 19.07.2002, 13:22:12
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Bartenstein: Rahmenbedingungen für die Region NÖ-Süd schaffen Utl: Politische Einflussnahme kann fatale Folgen haben
Wien (BMWA/OTS) - Zum heutigen Aus für die Reifenproduktion von
Semperit in Traiskirchen stellte Wirtschafts- und Arbeitsminister Dr.
Martin Bartenstein fest, dass sein Ressort für den Standort
Traiskirchen und Umgebung Maßnahmen im möglichen Rahmen ergriffen
habe, wie die Einrichtung einer Arbeitsstiftung und die sofortige
Zurverfügungstellung von Investitionskostenzuschüssen.
Regionalgebiete wie Traiskirchen und Lebring, die von großen
Betriebsschließungen betroffen sind, werden außerdem, so Bartenstein,
in Gegengeschäftsverhandlungen eingebracht. Deutsche Beispiele wie
Holzmann und Babcock zeigen, wie fatal sich politische Einflussnahmen
auf unternehmerische Belange auswirken können. ****
Bartenstein wies darauf hin, dass für die Region Niederösterreich
Süd eine konzertierte Bund-Land-Förderungsaktion vorgesehen ist. Mit
ihr sollen arbeitsplatzschaffende Investitionen in Betriebsanlagen
und Neugründungen im Bereich von Forschung und Entwicklung, in
bestehenden Unternehmen und Betriebsansiedlern des produzierenden
Gewerbes und der Industrie oder industrienaher
Dienstleistungsunternehmen gefördert werden.
Das vorgesehene Gesamtinvestitionszuschussvolumen beläuft sich auf
14,5 Millionen Euro und wird 1:1 zwischen Bund
(Arbeitsmarktförderung) und Land aufgeteilt. In der Kernzone Baden
sollen 7,2 Millionen Euro Investitionskostenzuschuss (je 3,6
Millionen Euro Bund und Land) placiert werden.
Diese gemeinsamen Förderungsmaßnahmen von Bund und Land für die
Region Niederösterreich Süd sollen primär heuer und im nächsten Jahr
wirksam werden.
Darüber hinaus stehen ERP-Kredite in Gesamthöhe von 36,3 Millionen
Euro zur Verfügung. Weiters kann ein Bürges-Garantierahmen in der
Gesamtsumme von 36,3 Millionen Euro zur Besicherung von Krediten bei
fehlenden banküblichen Sicherheiten sowie zur Mobilisierung von
Eigenkapital angeboten werden.
Bei Semperit konnten von den bisher 228 gekündigten Mitarbeitern
bereits 120 wieder eine Arbeit finden. Insgesamt werden bis
Jahresende 950 Mitarbeiter freigesetzt. Bis jetzt haben 73
Mitarbeiter von der Altersteilzeit Gebrauch gemacht. Das Wirtschafts-
und Arbeitsministerium geht davon aus, dass 600 Mitarbeiter in eine
Arbeitsstiftung gehen. Conti stellt für Qualifizierungsmaßnahmen und
Stipendium bis 2005 5,2 Millionen Euro zur Verfügung.
Rückfragehinweis: Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit
Ministerbüro: Dr. Ingrid Nemec, Tel: (++43-1)
71100-5108
mailto:[email protected]
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