- 19.07.2002, 08:31:27
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Knotzer: Semperit wurde von Conti verraten und von der Bundesregierung in Stich gelassen
Heute endet die Produktion eines Autoreifens, der von der Belegschaft
zu einem der besten Reifen gemacht wurde!
Niederösterreich (SPI) "Wenn heute der letzte Autoreifen und der
letzte LKW-Reifen mit dem Namen Semperit vom Fließband geht, dann
beendet einer der traditionsreichsten Reifenhersteller seine
Produktion. Für Semperit, für Traiskirchen und für viele Gemeinden im
südlichen Niederösterreich, aber auch im Burgenland ist dies ein
trauriger Tag. 800 Menschen verlieren sofort ihren Arbeitsplatz, für
rund 350 kommt das entgültige Aus in wenigen Monaten. Semperit ist
ein Symbol für die negativen Seiten der Globalisierung und für das
Lohndumping durch die Produktionsverlagerung in Billiglohnländer",
stellte der Bürgermeister von Traiskirchen LR Fritz Knotzer fest.
"Wir, die Sozialdemokraten und die Stadtgemeinde Traiskirchen haben
bis zuletzt um den Erhalt der Arbeitsplätze gekämpft. 1996 - als
Conti das Werk bereits schließen wollte - haben wir die Unterstützung
der damaligen Bundesregierung und des Bundeskanzlers Vranitzky
gehabt. Damals konnte die Schließung verhindert werden. Sechs Jahre
und eine "Wende" später gab es keine Unterstützung der
Bundesregierung oder des Bundeskanzlers. 1 350 Menschen und mit ihnen
ihre Familien stehen vor einer äußerst existenzbedrohenden Situation.
Ich rufe alle Bürgermeister der Region auf, wenn immer es geht, einen
Semperitler einzustellen bzw. ihm oder ihr eine Arbeit zu
verschaffen. Wir, die Politik und die Gesellschaft, dürfen diese 1350
Menschen nicht im Stich lassen. Eines kann aber jeder tun, bei den
kommenden Wahlen mitbedenken, dass die FPÖVP - Bundesregierung die
Semperitler in Stich ließ", so der Bürgermeister von Traiskirchen LR
Fritz Knotzer. sw
Rückfragehinweis: Walter Schneider
0664 300 85 32
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