• 17.07.2002, 11:31:44
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Maßnahmen gegen Ameisen im Haushalt

Broschüre "Ungebetene Gäste" informiert

St.Pölten (NLK) - In der freien Natur sind Ameisen als
Abfallbeseitiger und Gesundheitspolizei durchaus geschätzt. Tauchen
die Tiere aber in Küchen oder in Schlafzimmern auf, hält sich die
Freude in Grenzen: Aus wenigen Tieren wird bald ein Massenvorkommen
oder eine Ameisenstraße.

In Österreich sind vor allem zwei Ameisenarten anzutreffen: Rote
Waldameisen errichten große Haufen, schwarze Gartenameisen bauen ihre
Nester unter Steinen, im Rasen, in Wandrissen und Balken oder unter
Dielen. Durch undichte Türen und Fenster können die Tiere in das Haus
gelangen. Räumliche Hindernisse sind kein Problem: Mühelos schaffen
sie auch den Aufstieg in das dritte Stockwerk. Ameisen im Haushalt
verderben Lebensmittel, vor allem Süßspeisen und Fleischwaren, können
aber keine Krankheiten übertragen.

Seltener kommen die kleineren, honiggelben Pharaoameisen, die aus
Asien eingeschleppt wurden, vor. Sie vermehren sich auch bei uns in
gut beheizten Gebäuden rasch. Sie fressen vor allem eiweißhaltige
Nahrung wie Käse, Milch, Fleisch, tote Insekten, aber auch Blut und
zuckerhältige Substanzen. Pharaoameisen können auch Krankheiten
übertragen. Vorbeugen wie bei heimischen Ameisen ist hier keine
Lösung: Wenn sie einmal im Haus sind, ist ihr Auftreten schwer zu
bekämpfen. In diesem Fall sollte eine professionelle Firma, die sich
der Schädlingsbekämpfung widmet, beauftragt werden.

Um sich vor heimischen Ameisen im Haushalt zu schützen, sollten
zuckerhältige Lebensmittel gut verschlossen aufbewahrt, Mülleimer
besonders in der warmen Jahreszeit häufig entleert und Geschirr
sofort abgewaschen werden. Auch die Essensreste sollte man nicht
stehen lassen. Dazu sollten undichte Fenster, Türen und Mauerritzen
abgedichtet, Ameisenlöcher mit Klebebändern oder Kitt verschlossen
werden.

Und was macht man, wenn es zum Vorbeugen zu spät ist? Auf die
Ameisenstraße stark riechende Pflanzen oder Gewürze wie Lavendel,
Thymian, Wacholderblätter, Minze oder Chilipulver streuen. Ameisen
können mit dem Staubsauger entfernt werden. Auch eine Salzlösung oder
einige Tropfen Lavendelöl auf die Ameisenstraße träufeln, hilft gegen
Massenvorkommen. Salz, Backpulver oder eine Mischung aus Backpulver
und Staubzucker zeigt ebenfalls Wirkung. Für den Außenbereich kann
man Tontöpfe mit Holzwolle ausstopfen und dann aufstellen. Die
Ameisen bauen darin ihr Nest und können nach einigen Wochen samt
Gefäß entfernt werden.

Tipps dazu gibt es auch in der Broschüre "Ungebetene Gäste",
erhältlich bei den regionalen Umweltberatungsstellen, bei "die
umweltberatung" Niederösterreich, Telefon 02742/718 29, und unter
[email protected].

Rückfragehinweis: "die umweltberatung" Niederösterreich
Telefon 02742/718 29

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NLK/NLK

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