Moser: EU-Agrar-Politik nach KonsumentInnen ausrichten!

Molterer fällt KonsumentInnen in Rücken

OTS (Wien) - "Bei der Diskussion über die Umorientierung der EU-Agrar-Politik muss das letzte Wort bei den KonsumentInnen liegen", fordert die KonsumentInnensprecherin der Grünen, Gabriela Moser. Schließlich sind sie in doppelter Hinsicht betroffen: Einerseits als potentielle KäuferInnen von industriell hergestellten Massenprodukten und andererseits als SteuerzahlerInnen, die über Exportförderung oder Lagerhaltungskosten die permanente Überproduktion stützen.
Moser unterstützt deshalb die Reform-Ansätze von Kommissar Fischler, die Direktbeihilfen von der Produktionsmenge abkoppeln und die Einhaltung von Lebensmittelqualitäts- und Tierschutz-Standards als Parameter für Direktzahlungen verankern: "Die KonsumentInnen würden von Fischler-Vorschlag profitieren, endlich würde die Produktion nicht nach Menge sondern nach Qualität belohnt! Klasse statt Masse soll auch die durchgängige Devise der österreicherischen Lebensmittelproduktion werden," meint Moser unter Hinweis auf die zahlreichen Lebensmittelskandale, die ihre Wurzel in der billigen "Massenproduktion auf Teufel komm raus" haben.

Umso unverständlicher ist für Moser die ablehnende Haltung von Umweltminister (!) Molterer. Immer wieder beschwor er die Umstellung der landwirtschaftlichen Produktion in Richtung Qualität, Sicherheit und Nachhaltigkeit. Nun, wo in der EU eine derartige Weichenstellung vorgestellt wird, beginnt Molterer zu mauern und nimmt einen Schulterschluss mit der Großagrar-Lobby und französischen Agrarfabriken vor.
"Molterer fällt mit seinem Boykott allen KonsumentInnen in den Rücken. Lebensmittelsicherheit, KonsumentInneninteressen, Qualität und Umweltschutz müssen zurückstehen, wenn Agrar-Lobby und Agrarfabriken anderes diktieren. Molterer hat seinen Titel als Umweltminister endgültig verspielt", schließt Moser.

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