- 17.07.2002, 09:36:07
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Faymann: Sanierung und Neubau statt Mietenwucher und Spekulation
Dachgleiche des Projekts "Wohnraum Rosenstein"
Wien (OTS) - "Die Erneuerung und Aufwertung von innerstädtischen
Gebieten findet in Wien nicht nur in Konzepten, sondern in der Praxis
statt. Qualitätsverbesserung der Wohnungen, Schaffung von
Infrastruktur und die Verbesserung des öffentlichen Raums sind für
uns die wichtigsten Ansatzpunkte im Kampf gegen Spekulation und damit
zur Verbesserung der Lebensqualität der Schwächsten in unserer Stadt.
Der Wohnraum Rosensteingasse ist zwar nur eines von vielen Projekten,
aber dafür eines mit hohem Symbolgehalt, weil es sich um ein
klassisches Spekulationsgebiet gehandelt hat. Seit 1996 hat die Stadt
die Errichtung von mehr als 140 Projekten mit insgesamt fast 10.000
Wohnungen in den erneuerungsbedürftigen Gebieten Wiens gefördert. In
diesen Gebieten wurden in den letzten fünf Jahren bzw. werden gerade
1.100 Objekte mit fast 58.000 Wohnungen gefördert saniert", erklärte
Wohnbaustadtrat Werner Faymann anlässlich der Dachgleichenfeier des
Wohnraums Rosenstein.
Das Areal zwischen Rosensteingasse, Lobenhauerngasse,
Gschwandnergasse und Geblergasse hat in der Vergangenheit als "Langer
Block" durch Spekulation und Mietenwucher traurige Berühmtheit
erlangt. Nun soll dieser Block als "Wohnraum Rosensteingasse" zu
einem beliebten Wohngebiet des 17. Bezirks werden. Im heurigen
Frühjahr haben die Sanierungs- und Bauarbeiten begonnen, im Frühjahr
2003 werden die ersten Mieter ihre neuen Wohnungen beziehen.****
Der Block selbst befand sich in katastrophalem Zustand, sodass
für die Baupolizei regelmäßig Grund zum Einschreiten bestand. Die
Bauaufträge der Baupolizei wurden von den privaten Hauseigentümern
aber immer wieder ignoriert. Nachdem die Verstöße gegen die
Bauordnung und das Mietrechtsgesetz aber immer gravierender und
massiver wurden, konnte die Stadt diese Aktivitäten letztendlich
stoppen. Eine Gruppe gemeinnütziger Bauvereinigungen erwarb die
Liegenschaften. Acht Liegenschaften sind nun im Besitz der "Neue
Heimat/Gewog". Sieben davon werden neu bebaut, das Althaus an der
Ecke Lobenhauerngasse/Gschwandnergasse wird revitalisiert.
Die beiden Bauträger "Österreichisches Siedlungswerk" und
"Familienhilfe" erwarben insgesamt drei Liegenschaften. Zwei davon
werden nach den Plänen von Architekt Hermann Czech neu bebaut, eine
Liegenschaft an der Rosensteingasse wird saniert.
Das sehr komplexe Einreichungsverfahren, das umfangreiche
flächenübergreifende Durchwegungskonzept sowie die Tatsache, dass der
Grundwasserspiegel in diesem Gebiet sehr hoch liegt und die
Grundfundierungen deshalb sehr problematisch waren, haben zu
beträchtlichen Verzögerungen geführt. Umso erfreulicher ist die
Tatsache, dass die Wohnungen im Jahr 2003 bezogen werden können.
179 Wohnungen, Büros, Geschäfte und Heime
Insgesamt wird der "Wohnraum Rosensteingasse" rund 16.300 m²
Nutzfläche umfassen, davon rund 12.600 m² Wohnraum. 179 Wohnungen
entstehen, wobei ein Mix von Miete mit oder ohne Eigentumsoption
sowie von gefördertem und frei finanziertem Eigentum angeboten wird.
Die Stadt fördert dieses Projekt mit 6,9 Mio. Euro, die
Gesamtbaukosten liegen bei etwa 19 Mio. Euro. Der Eigenmittelanteil
für die zukünftigen Mieter liegt bei durchschnittlich 460 Euro pro
m², die Bruttomiete inklusive Betriebskosten liegt bei
durchschnittlich 6,10 Euro pro m².
Die Infrastruktur des Wohnraums Rosensteingasse ist sehr gut.
Die Hernalser Hauptstraße in der Nähe bietet eine Reihe verschiedener
Nahversorgungsgeschäfte, die Straßenbahnlinien 9 und 43 sind in ,
Apotheken, Ärzte und Schulen sind zu Fuß leicht erreichbar.
Sozialpädagogische Wohngemeinschaften - Eine "Familie" für
Kinder und Jugendliche
Im "WohnRaum Rosensteingasse" werden auch zwei
sozialpädagogische Jugendwohngemeinschaften der Magistratsabteilung
11 (Amt für Jugend und Familie) Platz finden.
In einer Sozialpädagogischen Wohngemeinschaft(WG) leben 8
Kinder/Jugendliche als Familiengruppe. Sie werden von
SozialpädagogInnen rund um die Uhr betreut. Grundsätzlich kommen die
Kinder in eine Wohngemeinschaft, wenn die Situation in einer Familie
so schwierig geworden ist, dass es nicht mehr weitergeht, oder Eltern
ihre Kinder nicht mehr versorgen können. Das Leben in der
Wohngemeinschaft entspricht dem Zusammenleben in einer großen Familie
mit mehreren Geschwistern.
Basales Tageszentrum des Institutes Haus der Barmherzigkeit
Auf 700 m² Fläche wird im Frühjahr 2003 im Wohnprojekt "WohnRaum
Rosensteingasse" ein Tageszentrum für Klienten mit basalem
Unterstützungsbedarf eröffnet. Sieben Gruppenräume und drei
Therapieräume werden zur Verfügung stehen. Ein kleiner Gartenbereich
ist ebenfalls geplant. Die gesamte bauliche Ausführung nimmt
Rücksicht auf den hohen Platzbedarf sowie die behindertengerechte
Ausstattung.
Die Projekte im einzelnen:
o A. Bauteil Neue Heimat - Neubau - Gschwandnergasse 20-24
34 Wohnungen u.a. mit Home-Office, Laubengangerschließung mit
erweitetem Eingangsbereich, Erkerfenstern, einem Geschäftslokal
o B. Bauteil Gewog - Sanierung - Lobenhauerngasse 19
22 Wohnungen und zwei Büros mit Loftcharakter und variabler
Grundrissgestaltung, u.a. mit Terrassen im Dachgeschoß,
Mehrzweckraum mit 97m²
o C. Bauteil Gewog Neubau - Lobenhauerngasse 11-17
73 Wohnungen, u.a. mit Terrassen am Dachgeschoß,
Kinderspielraum, Fitnessraum
o D. Bauteil ÖSW - Neubau - Geblergasse 98-100
38 Wohnungen, jede Wohnung hat einen individuellen Freibereich,
u.a. mit Gemeinschaftsterrasse, Kinderspielraum,
Kinderspielplatz
o E. Bauteil Familienhilfe - Sanierung und Neubau -
Rosensteingasse 41
12 Wohnungen, Büroflächen und ein Jugendzentrum, u.a. mit
Kinderspielraum, Solaranlage am Dach zur Warmwasserbereitung,
Erdgeschosswohnungen mit Eigengarten, Terrassenwohnungen
Die Homepage http://www.wohnraum-rosensteingasse.at/
bietet einen anschaulich gestalteten Überblick über Pläne, Konzepte
und Geschichte des Projekts. Gleichzeitig besteht ab sofort die
Möglichkeit, sich gleich dort per Internet für eine Wohnung
anzumelden.
Bauträger:
o Gewog/Neue Heimat, 1080 Wien, Bennoplatz 3,
Tel.: 40 - 109/72, http://www.gewog-wohnen.at/
o Familienhilfe, 1010 Wien, Schmerlingplatz 3
Tel.: 403 - 41 - 81, http://www.familienhilfe.at/
o Österreichisches Siedlungswerk, 1080 Wien, Feldgasse 6-8,
Tel.: 40 - 157/0, http://www.oesw.co.at/page.asp/index.htm
Ansprechpartner ist auch das Wohnservice-Wien. Dort erhält man
auf der Homepage http://www.wohnservice-wien.at/ Informationen zum
Projekt Wohnraum Rosteingasse. (Schluss) gmp
Rückfragehinweis:
PID-Rathauskorrespondenz:
http://www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Mag. Gerd Millmann-Pichler
Tel.: 4000/81 869
mailto:[email protected]
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