Freigaßner: Ungeheuerliches Cannabis-Plädoyer Fleckers

"Suchtmitteltourismus bei Legalisierung weicher Drogen absehbar"

Wien, 2002-07-16 (fpd) - "Als skrupellose Sensationshascherei" resümierte heute die freiheitliche Abgeordnete Evelyn Freigaßner die vom steirischen Soziallandesrat Flecker inszenierte Diskussion über eine angeblich erwägenswerte Legalisierung von Haschisch und Marihuana in Österreich. ****

"Wie weit sich österreichische Politiker - nach Stippvisiten in niederländischen Coffee-Shops - zu problematischen Mobilisierungen von Jugendlichen beim Thema Drogen hinreißen lassen, unterstreicht ausschließlich die nachhaltige Beeinträchtigung durch solche Substanzen", äußerte die FPÖ-Mandatarin ironisch. "Denn mit der Legalisierung von Softdrugs in den Niederlanden wurde geradezu die Vorherrschaft krimineller Organisationen etabliert. Woher sollten die Shops sonst diese Mengen an Waren beziehen, wenn nicht aus diesem mafiosen Milieu, das gleichermaßen mit Heroin und Kokain dealt?" Zudem habe die Schaffung eines liberalen Drogenmarktes bei solchen Substanzen Preissenkungen forciert. Daher sei dieses Modell eindeutig ein untauglicher Irrläufer des europäischen Konsenses im Kampf gegen Drogen, betonte Freigaßner.

Darüber hinaus habe diese eigentümliche Suchtprävention dazu geführt, daß die Bevölkerung dort zunehmend mit Drogentourismus konfrontiert werde, da nicht der Ursache des Suchtmittelmißbrauchs nachgegangen werde, sondern ausschließlich eine Problementsorgung durch Duldung betrieben werde. Aber vor allem jugendlichen Konsumenten müsse im Rahmen des Familienverbandes sowie durch staatliche Präventions- und Beratungsstellen der notwendige Halt geboten werden, um aus eigener Überzeugung vehement gegen solche Versuchungen aufzutreten. Anders sehe dazu offensichtlich die Wertehaltung in den SPÖ-Reihen aus, wenn die Sozialistische Jugend Österreich im Gleichklang mit Flecker vehement zur Freigabe von Cannabis auffordere. Dies sei wiederum exemplarisch für die steigende Verrohung und Gleichgültigkeit in unserer Gesellschaft, erläuterte die Abgeordnete.

Im Hinblick auf die Betroffenen und deren Angehörige hätte sie sich von einem Soziallandesrat diese Verhöhnung nicht erwartet, was aber auf seine soziale Kompetenz schließen lasse, merkte Freigaßner abschließend an. (Schluß)

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