- 12.07.2002, 14:15:12
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GLOBAL 2000: Molterers Ablehnung gegenüber Fischlers EU-Agrarreform ist skandalös
Molterer setzt sich für die Großbetriebe der Agroindustrie in Österreich ein und gefährdet die kleinbäuerliche Struktur - Reformpaket erster Schritt in die richtige Richtung
Wien (OTS) - Die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 zeigt sich
empört über die ablehnende Haltung von Landwirtschaftsminister
Molterer gegenüber den Reformvorschlägen von Agrarkommissar Fischler.
"Endlich zeigt die Kommission einmal Courage und Reformwillen im
Agrarbereich und sofort kommt der Gegenwind aus dem österreichischen
Landwirtschaftsministerium", so die Kritik von GLOBAL 2000
Landwirtschaftsexpertin Iris Strutzmann. "Molterer verkündet laufend
die Notwendigkeit einer Stärkung der ländlichen Entwicklung durch
mehr Förderungen, gleichzeitig verwehrt er sich aber gegen eine
Umschichtung der Agrarfördergelder. Woher sollen die Gelder für die
ländliche Entwicklung dann kommen?", fragt Strutzmann. "Mit seinem
Widerstand zementiert Molterer die jetzigen Missstände und macht sich
zum Lobbyisten der Großbetriebe der Agroindustrie." Agrarkommissar
Fischlers Vorschlag zur Finanzierung der ländlichen Entwicklung ist
zu begrüßen. "Fischler schichtet immerhin ansatzweise von den
'Großen' zu den 'Kleinen' um. Das möchte Molterer jetzt verhindern.
Damit widerspricht Molterer sich selbst, denn gerade er war immer
besonders stolz auf das österreichische Konzept der ländlichen
Entwicklung", so Strutzmann. Dabei geht den Umweltschützern das
Fischler-Papier noch nicht weit genug: "Die unter dem Schlagwort
"Cross-Compliance" angeführten Umweltauflagen bedeuten noch nicht,
dass für jede Förderung im Agrarbereich verpflichtende
Umweltstandards eingehalten werden müssen. Kommissar Fischler denkt
lediglich an Abschläge bei Nicht-Einhalten der Umweltstandards", so
Strutzmann enttäuscht. Dennoch ist der Reformvorschlag von Fischler
ein notwendiger Schritt in die richtige Richtung. Gerade Österreich
mit seiner kleinbäuerlichen Struktur muss die Reformvorschläge von
Agrarkommissar Fischler im eigenen Interesse unterstützen, so die
Forderung von GLOBAL 2000.
Rückfragehinweis:
GLOBAL 2000
Andreas Baur
0664/103 24 23
GLOBAL 2000
Iris Strutzmann
0664/308 65 47
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