- 12.07.2002, 12:28:14
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Haupt bei EU-Treffen: Armut mit allen Mitteln bekämpfen! Utl: EU-Ministertreffen in Dänemark mit Sozialminister Mag. Herbert Haupt - im Mittelpunkt steht Kampf gegen Armut
Wien (BMSG/OTS) - Heute und morgen nimmt Sozialminister Mag.
Herbert Haupt an einem informellen Treffen der EU-Minister/innen für
Beschäftigung und Sozialpolitik in Kolding/Dänemark teil. Im
Mittelpunkt dieses Treffens steht die Bekämpfung von Armut und
sozialer Ausgrenzung sowie die Formulierung neuer Ziele für die
zweite Runde der Nationalen Aktionspläne (NAP). Besonderes Augenmerk
liegt dabei auf der Bekämpfung der Armut der Frauen. ****
Zur Formulierung der neuen NAP-Ziele unterstreicht der
Sozialminister, dass die gemeinsamen Ziele "nur geringfügig
modifiziert" werden müssten, vertieft werden sollte jedoch der Aspekt
des "Gender Mainstreaming". Haupt: "Gerade bei den benachteiligten
Gruppen machen sich geschlechtsbedingte Diskriminierungen besonders
bemerkbar." Mit der erwerbsunabhängigen finanziellen Leistung des
Kinderbetreuungsgeldes in Österreich habe man hier eine wichtige
Maßnahme gesetzt, von der besonders Frauen und Familien profitieren
würden, so Haupt. Auch das neue Modell der Abfertigung sowie die
Familienhospizkarenz zielen in die gleiche Richtung.
Obwohl Österreich dank des hervorragend ausgebauten
Sozialschutzsystems nachweislich zu den EU-Ländern mit den
niedrigsten Armutsquoten zählt - was auch die EU-Kommission
festgestellt hat - ist der Sozialminister davon überzeugt, dass es in
der Bekämpfung der Armut keinen Stillstand geben dürfe. Für den
nächsten Aktionsplan stünden daher einige Vorhaben - wie etwa die
Verbesserung der Leistungen zur Existenzsicherung, die Reduzierung
der Anzahl der jungen Menschen ohne Schulabschluss oder die Förderung
von Aus- und Weiterbildung für benachteiligte Gruppen - zur
Diskussion.
Die Nationalen Aktionspläne zur Bekämpfung von Armut und
sozialer Ausgrenzung (NAP) wurden von den EU-Mitgliedsstaaten
erstmals im Juni 2001 vorgelegt und sind für die Dauer von zwei
Jahren ausgerichtet. Die neuen Aktionspläne sollen im Juli 2003
vorliegen, dieser Zeitplan wird auch von Minister Haupt unterstützt.
(Schluss) bxf
Rückfragehinweis: Bundesministerium für soziale Sicherheit und
Generationen
Pressesprecher Gerald Grosz (derzeit Kolding)
Tel.: 0664/243 37 09
mailto:[email protected]
http://www.bmsg.gv.at
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