- 12.07.2002, 09:53:12
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Hagenhofer: Familienhospizkarenz erfordert Ausweitung der Pflegegeldbevorschussung
Wien (SK) "Die Regierungsparteien haben eine Änderung des
Bundespflegegeldgesetzes beschlossen, die zu einer Ungleichbehandlung
von todkranken Menschen führt", kritisiert die SPÖ-Abgeordnete
Marianne Hagenhofer. "Die einen, die jemanden an ihrer Seite haben,
der Familienhospizkarenz in Anspruch nimmt, und jene, die ganz
alleine sind und niemanden an ihrer Seite haben. Diese Menschen
werden von der blau-schwarzen Regierung bei gleichem Krankheitsbild
und gleichem Krankheitsverlauf in Bezug auf die Leistungen des
Bundespflegegeldgesetzes unterschiedlich behandelt. Diese Regelung
ist absolut ungerecht und raschest zu beseitigen", so Hagenhofer.
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Die Kranken, die einen Menschen an ihrer Seite haben, der sie pflegt,
erhalten sofort und unbürokratisch einen Vorschuss auf das ihnen
gebührende Pflegegeld. Die todkranken Menschen, die niemanden für
ihre Pflege haben, müssen den bürokratischen Hindernislauf auf sich
nehmen und den Ausgang des Verfahrens abwarten, bis sie zu ihrem
Pflegegeld kommen, konkretisierte Hagenhofer.
"In manchen Fällen kann dies bereits zu spät sein. Abgesehen davon
ist der bürokratische Aufwand für diese kranken Menschen nicht
zumutbar. Daher hat die SPÖ im Parlament einen Antrag eingebracht,
der einen grundsätzlichen Anspruch auf Bevorschussung für alle
Menschen mit lebensbedrohenden Erkrankungen ermöglichen soll. Ich
fordere die Regierung auf, so rasch wie möglich im Sinne der
todkranken Pflegebedürftigen den Vorschuss auf Pflegegeld zu
beschließen", so SPÖ-Abgeordnete Hagenhofer abschließend. (Schluss)
wf/mp
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Tel.: (++43-1) 53427-275
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