Dramatischer Showdown zum ORF-Goldgräberdrama "Tauerngold"

Gefährlicher Dreh für Fritz Karl im Schaubergwerk Leogang - Stein traf Mimen auf den Kopf

Wien (OTS) - Dramatisch gingen die Dreharbeiten zum ORF-Goldgräberdrama "Tauerngold" vergangenes Wochenende in Salzburg zu Ende: Für den fulminanten Showdown des Historienfilms über den Goldbergbau in Salzburg und die Liebe zwischen einem mittellosen Goldsucher und der Tochter eines Minenbesitzers, standen am Freitag, dem 5. Juli 2002, im Schaubergwerk Leogang und bei 8 Grad Celsius die beiden Hauptdarsteller Sebastian Koch ("Die Manns") und Fritz Karl ("Spiel im Morgengrauen") zum letzten Mal als Gegner vor der Kamera. Für den Oberösterreicher Fritz Karl wurde dieser letzte Dreh jedoch zum lebensgefährlichen Einsatz, denn beim Hantieren mit einem Pickel wurde Karlvon einem Stein, der sich von der Deckenhöhle löste, auf den Kopf getroffen. Glücklicherweise war die Verletzung nicht zu groß, sodass die Dreharbeiten planmäßig beendet werden konnten. "Tauerngold" wird voraussichtlich 2003 im ORF zu sehen sein.

Fritz Karl: "Ein Hauch von Filmrealität"
Der gebürtige Traunkirchner Fritz Karl verkörpert in "Tauerngold" den korrupten Bergrat Hubert von Feileis, der mit seinen Machenschaften dem mittellosen Goldsucher Jakob Hirzbacher - gespielt von Grimme-Preisträger Sebastian Koch - das Leben schwer macht. Die weibliche Hauptrolle der Minenbesitzerin Katharina Radacher, die von beiden Männern umworben wird, hat die Steirerin Aglaia Szyszkowitz übernommen.
Als der Drehunfall passierte, wurden im Schaubergwerk Leogang gerade die Finalszenen des Films, in denen es zu einem Stolleneinbruch mit tödlichen Folgen kommt, aufgenommen. Beim Hantieren mit einem Pickel, mit dem Hauptdarsteller Fritz Karl Gold aus der Stollendecke schlägt, lösen sich Steinbrocken bis letztendlich die morschen Stützpfeiler der Höhlendecke einbrechen und diese komplett einstürzt. Tatsächlich lösten sich beim Klopfen mit dem Pickel zu viele Steine und einer davon traf den Schauspieler direkt auf den Kopf. "Gott sei Dank war es nur ein kleiner Unfall und keine große Verletzung", erzählt Karl. "Es traf sozusagen nur ein Hauch von Filmrealität ein. Glücklicherweise konnte ich danach weiterdrehen."

Schwierige Drehbedingungen im Bergwerk
Abgesehen von Fritz Karls kleinem Arbeitsunfall gestaltete sich auch der Rest des Drehs im Schaubergwerk Leogang nicht gerade einfach:
"Das ist ein Bergwerk aus dem 15. Jahrhundert und die Spuren des Goldabbaus sind nicht zu übersehen. Der Berg sieht aus wie ein Emmentaler: Es gibt kilometerlange, labyrinthartige Gänge und Höhlen, in denen man sich leicht verlaufen kann, wenn man nicht aufpasst", berichtet Karl. "Die Höhle, in der wir gedreht haben, war sehr eng, die Luft sehr dünn und da ich hauptsächlich in der Hocke spielen musste, kam ich sehr rasch ins Schnaufen."

Dicke Freundschaft zwischen den Filmkontrahenten Koch und Karl
Die beiden Charaktermimen Fritz Karl und Sebastian Koch spielen in "Tauerngold" zwei verfeindete Männer, die nicht nur um die selbe Frau konkurrieren, sondern auch um einen gewaltigen Goldfund. Im Gegensatz zum Film sind Karl und Koch einander im echten Leben höchst sympathisch. "Ich hatte zwar nur rund zehn Drehtage, aber zwischen uns hat sich eine dicke Freundschaft entwickelt", freut sich Karl. "Und nach Drehschluss haben wir richtig abgefeiert. Wir essen beide sehr gerne gut und so haben wir uns im Lokal des Filmkochs ein zehngängiges Menü kochen lassen und richtig geschlemmt." Auf eine Fortsetzung und ein Wiedersehen mit seinem Schauspielerkollegen Koch freut sich der vielbeschäftigte Oberösterreicher schon jetzt.

Fritz Karl in "Julia - Eine ungewöhnliche Frau" und "August, der Glückliche" vor der Kamera
Seit Beendigung von "Tauerngold" bereitet sich Fritz Karl schon auf seine nächste Filmhauptrolle vor: Ab 16. Juli 2002 steht er an der Seite von Otto Schenk und unter der Regie von Joseph Vilsmaier in Baden für die ORF-Koproduktion "August, der Glückliche" vor der Kamera. "Ich freue mich schon auf die Fortsetzung dieser Vater-Sohn-ähnlichen Beziehung mit Otto Schenk, die wir miteinander am Theater in der Josefstadt schon oft erprobt haben und jetzt vor der Kamera weiterführen." Außerdem dreht Fritz Karl parallel dazu weitere Folgen der ORF-Erfolgsserie "Julia - Eine ungewöhnliche Frau": "Ich werde jetzt ständig zwischen Retz und Baden pendeln, denn in den nächsten Woche drehe ich am laufenden Band", so Karl.

Inszeniert wurde "Tauerngold" von Rüdiger Nüchtern, das Drehbuch dazu verfasste der Regisseur gemeinsam mit Stephan Knoesel. Die Kamera führte Star-Filmemacher Hans-Günther Bücking, der seine Karriere als Kameraassistent von Fassbinder begann. Die Dreharbeiten zu dieser Produktion der Sonne, Mond und Sterne Film- und Fernsehproduktion, die im Auftrag des ORF und des Bayerischen Rundfunks hergestellt wird, fanden großteils im und um den Nationalpark Hohe Tauern statt.

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OTS0133 2002-07-11/12:10

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