- 10.07.2002, 09:14:46
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Umweltdachverband, Alpenverein: Wichtiges Signal für Schutz der Alpen!
Nationalrat ratifiziert heute Durchführungsprotokolle der Alpenkonvention - Österreich setzt Meilenstein in Geschichte des Alpenschutzes
Wien (OTS) - Mit der 1. Alpenschutzkonferenz in Berchtesgaden
wurde vor dreizehn Jahren der Grundstein für den internationalen
Alpenschutz gelegt. Heute liegt das Herzstück des Vertragswerkes -
die Durchführungsprotokolle der Alpenkonvention - im Parlament zur
Ratifikation auf dem Tisch. "Ein Meilenstein in der Geschichte des
Alpenschutzes", freut sich Dr. Gerhard Heilingbrunnner, Präsident des
Umweltdachverbandes. Damit sind diese wichtigen Alpenschutzverträge
in Österreich unter Dach und Fach und unser Land nimmt eine
Vorreiterrolle ein", so Heilingbrunner.
Alpenkonvention: Jetzt mit Umsetzung beginnen
Da Liechtenstein die Ratifizierung für alle 9 Protokolle - zu den
Themen Tourismus, Berglandwirtschaft, Beilegung von Streitigkeiten,
Raumplanung und nachhaltige Entwicklung, Bergwald, Verkehr,
Bodenschutz, Naturschutz und Landschaftspflege sowie Energie -
bereits am 18. April abgeschlossen hat und auch Deutschland diesen
Schritt demnächst tun wird, treten alle Protokolle noch heuer in
Kraft. Denn sobald drei Staaten den Ratifizierungsprozess durchlaufen
haben, tritt das jeweilige Protokoll drei Monate später in Kraft. "Im
heurigen Internationalen Jahr der Berge muss dieser wichtige Akt zum
grenzüberschreitenden Schutz der ökologisch sensiblen Alpen-Regionen
über die Bühne gehen. Nach den definitiven Unterschriften muss vor
allem auch die Umsetzung der Protokolle zügig in Angriff genommen
werden", fordert Heilingbrunner.
Modellregionen in den Alpen schaffen
Parallel dazu richtet sich der Appell Heilingbrunners auch an die
Länder: Alle österreichischen Bundesländer müssen ebenfalls im Jahr
der Berge 2002 den Startschuss für die Umsetzung der Alpenkonvention
jeweils im eigenen Wirkungsbereich geben. Der Umweltdachverband
fordert von den Bundesländern, jeweils eine Modellregion ins Leben zu
rufen, in der das gesamte Vertragswerk der Alpenkonvention
beispielhaft umzusetzen ist. Weiters gilt es, das Gemeinde-Netzwerk
"Allianz in den Alpen", dem derzeit in Österreich zehn Gemeinden
angehören, bei der Umsetzung der Alpenkonvention auf kommunaler Ebene
weiter zu unterstützen.
Innsbruck muss Alpendrehscheibe werden
Darüber hinaus steht im November auch die Entscheidung über den
Sitz des Ständigen Sekretariats als Schaltstelle der Alpenkonvention
an. Die Stadt Innsbruck liegt dabei gegenüber den Konkurrenten
Grenoble, Lugano, Marburg und Bozen gut im Rennen. Die Ratifizierung
der Alpenkonvention ist ein weiteres kräftiges Signal zur
Unterstützung der Bewerbung Innsbrucks. "Bundesminister Molterer,
Innsbrucks Bürgermeister Van Staa und die NGOs werden auch in den
kommenden Monaten alles daran setzen, damit der Sekretariats-Standort
unter dem Goldenen Dachl Wirklichkeit wird", so Heilingbrunner.
Auch Mag. Peter Haßlacher vom Oesterreichischen Alpenverein
begrüßt die Bemühungen der österreichischen Bundesregierung, die
Landeshauptstadt Innsbruck bei ihrer Kandidatur um den Ständigen Sitz
des Alpenkonventionssekretariates zu unterstützen. "Für die
Alpenkonvention ist eine fix verankerte Drehscheibe unentbehrlich.
Innsbruck bietet im Vergleich mit den anderen Bewerberstädten eine
ganze Reihe von Vorteilen, welche die Entscheidung anlässlich der 7.
Alpenkonferenz am 20. November 2002 zugunsten von Innsbruck
beeinflussen müssten. Österreich hat aufgrund des größten
Flächenanteils am gesamten Alpenraum und der Tatsache, dass 40 % der
österreichischen Bevölkerung darin leben, eine besondere
Verantwortung für den Fortgang dieses Zukunftsvertrages für die
Alpen", so Haßlacher.
Weitere Infos im Internet -
- "Jahr der Berge":
http://www.umweltdachverband.at/schwerpunkte/berge2002/index.htm
- "Alpenkonvention":
www.umweltdachverband.at/schwerpunkte/alpenkonvention/index.htm
- Innsbruck - Kandidat um den Sitz des Ständigen Sekretariats der
Alpenkonvention: http://www.alpenkonvention.info
Rückfragehinweis:
Umweltdachverband
Dr. Sylvia Steinbauer, Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 40 113/21
mailto:[email protected]
Homepage: http://www.umweltdachverband.at
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