• 10.07.2002, 08:08:53
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Bio-Kontrollsystem bewahrte Österreich vor einem Bioskandal

Wien (OTS) - Die ARGE Bio-Landbau weist den Vorwurf der Wiener
Stadtzeitung Falter zurück, wonach es in Österreich einen Bioskandal
gab, verurteilt aber den Betrugsfall. Dieser wurde rasch aufgedeckt
und zur Anzeige gebracht.

Für Österreichs BiokonsumentInnen besteht aufgrund des aktuellen
Falter-Aufmachers "Der Bio-Skandal" kein Grund zur Beunruhigung. Das
Biokontrollsystem hat in den beiden zitierten Fällen vielmehr seine
Sicherheit bewiesen: Bereits bei geringen Ungereimtheiten im
Warenfluss deckt die Biokontrolle auf und schützt vor etwaigen
Bioskandalen.

Zum Fall 1: "Der Biogetreideschwindel"

Geschädigte in diesem Fall waren nicht KonsumentInnen, sondern
Biobauern, denen 100%-Bio-Futtergetreide für ihre Tiere angeboten
wurde, dem konventionelles Getreide beigemischt war.
Die Bio-Kontrolle hat die Falschdeklaration aufgedeckt, den
geschädigten Biobauern wurde der finanzielle Schaden ersetzt. Es
handelte sich dabei um 140 Tonnen konventionelles Futtergetreide, das
dem Biogetreide beigemischt wurde. Ein Größenvergleich dazu: In
Österreich werden jährlich rund 60.000 Tonnen Bio-Futtergetreide
umgesetzt.

Zum Fall 2: "Der Rindfleischschwindel"

Geschädigte in diesem Fall waren bedauerlicherweise
KonsumentInnen. Hier handelt es sich um einen klaren gesetzlichen
Verstoß. Rund 2350 Kilogramm konventionelles Rindfleisch wurde
Konsumenten als Bioware angeboten. Das entspricht einer Menge von
zirka sechs geschlachteten Rindern. Das ist ein Anteil von 0,3
Promille vom gesamten Bio-Rindfleisch-Markt (insgesamt werden rund
21.000 Bio-Rinder pro Jahr in Österreich vermarktet)!
Das Bio-Kontrollsystem hat die Falschdeklaration aufgedeckt, die
Lebensmittelbehörde wurde verständigt. Für den Schaden verantwortlich
zeichnet ein Geschäftsführer der Ökoland-Vertriebs GesmbH, der
entlassen und angezeigt wurde.

Biolandbau arbeitet an einem weiteren Ausbau des Kontrollsystems

Der Biolandbau nimmt die beiden Vorfälle zum Anlass, das
bestehende Kontrollsystem zur Sicherheit der KonsumentInnen weiter zu
entwickeln. Dazu erklärt Mag. Alfons Piatti, Obmann der ARGE
Bio-Landbau: "Wir arbeiten an einem System, das verhindern soll, dass
in Zukunft solche Dinge nochmals passieren. Es gilt besonders, das
Kontrollsystem für Verarbeiter, Lagerhalter und Handel zu
verbessern."

Rückfragehinweis:
ARGE Bio-Landbau
Tel.: 01/4037050
mailto:[email protected]

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | BLB/OTS

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