- 08.07.2002, 12:28:21
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SCOPE-Studie beweist es! Candesartan schützt vor Schlaganfall
Wien (OTS) - Hoher Blutdruck hat sich als wichtigster Risikofaktor
für den Schlaganfall erwiesen. Ihn zu senken schützt auch ältere
Menschen vor diesem verheerenden Ereignis. Besonders erfolgreich war
eine Therapie mit dem Angiotensin-2-Antagonisten Candesartan in der
SCOPE-Studie. Sie senkte das Risiko für nicht tödliche Schlaganfälle
um 28% gegenüber anderen blutdrucksenkenden Medikamenten. Und noch
eine gute Nachricht brachte die SCOPE-Studie: Das Senken des
Blutdrucks verschlechtert nicht, wie oft befürchtet, die
Gehirnfunktion der älteren Patienten.
Ein hoher Blutdruck steigert das Schlaganfall-Risiko um das vier-
bis sechsfache. Den Blutdruck zu normalisieren vermindert das
Schlaganfall-Risiko um 40%, wie mehrere große Studien gezeigt haben,
bei denen verschiedene blutdrucksenkende Medikamente mit Placebo
verglichen wurden. "Seit man diese Erkenntnis besitzt, ist es ethisch
nicht mehr vertretbar, Hypertonikern in Studien über lange Zeit
Placebo zu geben. Neuere Studien haben deshalb immer aktive Therapien
miteinander verglichen", erklärte Prof. Lennart Hansson, Uppsala.
Dies war auch in der SCOPE-Studie (Study on Cognition and
Prognosis in the Elderly) der Fall, in der der
Angiotensin-2-Antagonist Candesartan (Atacand(R)) eingesetzt wurde.
Wie Prof. Hansson anlässlich der ersten Präsentation der Ergebnisse
auf dem ISH/ESH-Kongress in Prag betonte, haben in der SCOPE-Studie
84% der Patienten in der so genannten Placebo-Gruppe andere
Medikamente erhalten, um den Blutdruck zu normalisieren. Auch in der
Candesartan-Gruppe war dies bei einem Teil der Patienten notwendig.
Insgesamt lief die Therapie über drei bis fünf Jahre. Von den 4.937
Patienten gehörten 2.477 Patienten der Candesartan-Gruppe und 2.460
der "Placebo"-Gruppe an. Das durchschnittliche Alter der Patienten
betrug in beiden Gruppen 76 Jahre. Zwei Drittel waren Frauen. Die
Patienten begannen die Studie mit einem durchschnittlichen Blutdruck
von 166/90 mmHg. Er nahm in beiden Gruppen vergleichbar ab.
28% weniger Schlaganfälle!
Der geringfügige Gruppenunterschied von 3,2/1,6 mmHg in der
Blutdruckreduktion zugunsten der Candesartan-Gruppe kann allein nicht
erklären, dass das Risiko für das Auftreten eines nicht tödlichen
Schlaganfalls in der Candesartan-Gruppe um 28% (p = 0,041) geringer
war als in der Vergleichsgruppe. "Der nicht tödliche Schlaganfall
besitzt wegen seiner schweren Konsequenzen für die Betroffenen und
die Gesellschaft besonders große Bedeutung", kommentierte Hansson in
einer offiziellen Pressekonferenz die Bedeutung dieses Ergebnisses.
Ein positiver Trend ergab sich im Einfluss auf das Risiko für ein
größeres kardiovaskuläres Ereignis (kardiovaskulärer Tod, nicht
tödlicher Myokardinfarkt oder nicht tödlicher Schlaganfall). Dieses
Risiko verminderte Candesartan relativ zur Kontrollgruppe um 10,9% (p
= 0,19).
Nicht schädlich für die Gehirnfunktion
Die Ergebnisse der SCOPE-Studie konnten auch die Befürchtung
zerstreuen, eine zu starke Blutdrucksenkung könnte schädlich sein für
die Gehirnfunktion des älteren Menschen. Das Gegenteil ist der Fall:
Ein hoher Blutdruck, der nicht gesenkt wird, steigert das Risiko für
eine Demenz. "Das Gehirn arbeitet bei niedrigen Drücken einfach
besser", so Prof. Hans Lithell, Uppsala. Doch erstmals in der
SCOPE-Studie wurde prospektiv untersucht, wie eine blutdrucksenkende
Therapie das Risiko für eine Abnahme der Gehirnfunktion beeinflusst.
Alle Patienten hatten zu Beginn normale Werte in der Mini Mental
State Examination (MMSE), einem üblichen Screening-Test für die
kognitive Funktion, bei dem maximal 30 Punkte erreichbar sind. Etwa
15% der Patienten in beiden Gruppen verloren mehr als vier Punkte auf
der MMSE-Skala oder entwickelten eine Demenz. In dieser Größenordnung
war dies angesichts des Alters der Patienten durchaus zu erwarten.
Ein Vorteil zugunsten der Candesartan-Gruppe ergab sich für
Patienten, die sich zu Beginn der Studie im unteren Teil des
MMSE-Normalbereichs, das heißt, zwischen 24 und 28 befanden. In
dieser Gruppe blieb die kognitive Funktion unter Candesartan
signifikant besser erhalten als in der Kontrollgruppe.
(ISH/ESH-Kongress, 23. bis 27. Juni 2002, Prag)
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