- 04.07.2002, 12:08:40
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AKNÖ-Preisfinder starten Rückwärtsauktion für billigeres Einkaufen
Konsumenten und Händler sollen von neuer Preisbildungsbörse im Internet profitieren
Wien (AKNÖ) – Auktionen auf den Kopf gestellt: als erstes
österreichisches Unternehmen bietet die Preisagentur "Preisfinder"
der Niederösterreichischen Arbeiterkammer seit 4. Juli 2002 eine
"Rückwärtsauktion" für jedermann an. Die Konsumenten bestimmen dabei
den Ausgangspreis, die Händler unterbieten sich gegenseitig mit
ihren Angeboten. Die Auktionsform ist damit ein Gegenmodell zu den
herkömmlichen Auktionen, bei denen sich die Konsumenten gegenseitig
zum Höchstpreis schaukeln.
Virtueller Marktplatz
Auf der virtuellen Preisbildungsbörse bringen die Preisfinder die
Kaufwünsche der Konsumenten mit den Angeboten der Händler zusammen.
Konsumenten kommen damit einfacher zum billigeren Preis, Händler aus
ganz Österreich gewinnen einen zusätzlichen Vertriebskanal.
Die Preisbildung erfolgt mithilfe einer für den Consumer-Bereich für
Österreich erstmalig eingesetzten Auktionsform – der
Rückwärtsauktion (engl. Reverse auction). Die Kaufwünsche der
Konsumenten sind im Internet anonymisiert öffentlich einsehbar, die
Lieferanten können sich für die Auktion registrieren und – wie bei
einer öffentlichen Ausschreibung - bis zum Ende der Auktion
gegenseitig unterbieten. Registrierte Händler werden über laufende
Auktionen automatisch benachrichtigt. Kommt eine automatische
Preisbildung über das Internet nicht zustande, recherchieren die
Preisfinder wie bisher aktiv über Telefon und Fax. Ein Kaufabschluss
erfolgt dabei rechtlich nicht, der Konsument kann aus den
übermittelten Preisen das beste Preis-/Leistungsverhältnis unter
Berücksichtigung von Lieferzeit, Service etc. auswählen und schließt
gegebenenfalls direkt mit dem Händler ab.
Erstmals in Österreich
Dieses Preisbildungsmodell für Konsumenten ist in Amerika bereits
erfolgreich, in Deutschland vor kurzem eingeführt, in Österreich nun
erstmalig präsentiert. Rückwärtsauktionen (oder auch Reverse oder
Umgekehrte Auktionen) werden zwischen Unternehmen (B2B-Bereich)
unter dem Schlagwort "E-Procurement" bereits erfolgreich eingesetzt,
um die Beschaffungskosten zu optimieren. "Auch die Konsumenten haben
das Recht günstig einzukaufen, warum sollen das nur Firmen dürfen?
Die Wirtschaft hat ihre Marktplätze im Internet schon aufgebaut,
jetzt ziehen die Konsumenten nach", so AKNÖ-Direktor Mag. Helmut
Guth.
Höhere Markttransparenz
Die Internetplattform soll Vorteile für Konsumenten und Händler
gleichermaßen bringen: die Konsumenten profitieren durch höhere
Markttransparenz, billigere Preise und einer schnelleren
Preisbildung als bisher. Die Händler gewinnen einen neuen
Vertriebskanal ohne zusätzliche Werbe- und Vertriebskosten. Da im
Zuge der Teilnahme an einer Auktion auch der Schlusspreis
übermittelt wird, können die Händler überdies ihre Preispolitik im
Ranking mit den Mitanbietern überprüfen. Auch Unternehmen können auf
der elektronischen Preisbildungs-Börse Angebote einholen, sowohl
Business-to-Business als auch Consumer-to-Business ist möglich. Im
Moment haben die Preisfinder allerdings erst 2 % Firmenkunden.
Preisfinder.at seht allen österreichischen Händlern mit
Mitgliedschaft bei der Wirtschaftskammer kostenlos zur Verfügung.
Eine Registrierung kann einfach und unbürokratisch direkt auf der
Homepage durchgeführt werden. Händler ohne Internetzugang können
trotzdem Partnerhändler der Preisfinder werden, die Recherchen
werden in diesem Fall per Fax oder Telefon weitergegeben.
Die Konsumenten brauchen keinen Internetzugang. Die Preisfinder
treten für sie weiterhin als Schnittstelle zum Händler auf und
übernehmen die gesamte Administration der Preisrecherche.
"Die Technik steht, jetzt muss uns nur noch gelingen, die Händler
davon zu überzeugen, dass wir keine Online-Raubritter, sondern die
Anbieter eines neuen effektiven Vertriebskanals für die Wirtschaft
sind", meint AKNÖ-Direktor Mag. Helmut Guth. "Das ist die Chance auf
eine neue Käufer-Händler-Sozialpartnerschaft im Internet. Die
Konsumenten aus unserer Auktion sollten von den Händlern genauso als
potentielle Kunden wahrgenommen werden wie die Laufkundschaft vor
dem Geschäft.", so AKNÖ-Präsident Josef Staudinger.
Die Preisbildung erfolgt derzeit nur für Neuwaren ab 250 Euro (etwa
aus den Bereichen TV/Video/Foto, Telekommunikation/EDV, Audio/Hifi,
Bauen/Wohnen, Auto/Motorrad/Zubehör, Reisen/Sport, Haushaltsgeräte
etc.). Eine Ausweitung auf Produkte unter 250 Euro und
standardisierte Dienstleistungen ist für 2003 geplant.
Am Preismodell ändert sich vorerst nichts. Die Kunden müssen 30% der
gefundenen Preisersparnis als Provision leisten, diese ist aber mit
100 Euro nach oben beschränkt. AKNÖ-Mitglieder bekommen pro Jahr
eine Recherche gratis.
Ztl.:Eine 4jährige Erfolgsstory
Für die Preisfinder der Niederösterreichischen Arbeiterkammer
bedeutet der Relaunch der Homepage und die Einführung der
Rückwärtsauktion die logische Weiterentwicklung ihrer schon seit 4
Jahren laufenden Preisagentur. Insgesamt wurden mittlerweile über
10.000 Recherchen durchgeführt und dafür über 100.000 Angebote
eingeholt. Die erzielte Kundenersparnis beträgt schon knapp 3 Mio.
Euro. Im Schnitt werden 2 von 3 Recherchen positiv abgeschlossen und
9 % Ersparnis erzielt.
Beweggrund der NÖ Arbeiterkammer für den Aufbau der
Preisbildungsbörse ist das Anbieten einer Dienstleistung mit starkem
individuellem Nutzen: "Unsere Mitglieder, aber auch generell die
Konsumenten, sollen aus dem verfügbaren Einkommen das Maximum
herausholen können. Wer beim Einkaufen Geld spart, der kann sich
mehr leisten. Es ist meiner Ansicht nach nicht legitim, dass der
Verbraucher mehr bezahlen muss, nur weil die nötige Information
fehlt", so AKNÖ-Präsident Josef Staudinger. Für AKNÖ-Direktor Mag.
Helmut Guth ist die neue Dienstleistung ein weiterer Meilenstein im
von den Konsumenten immer mehr nachgefragten Dienstleistungsangebot
Konsumentenschutz.
Die Plattform wurde gemeinsam mit dem oberösterreichischen E-
Commerce-Unternehmen Efftrade aus Gmunden entwickelt.
Rückfragehinweis: AKNÖ Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: (01) 58883-1248
mailto:[email protected]
http://www.aknoe.at
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