- 29.06.2002, 12:30:09
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Bures fordert Stellungnahme Haupts zu Gauggs Sondervertrag
Privilegienritter Gaugg wird ohne Befähigungsnachweis pragmatisiert =
Wien (SK) Eine sofortige Stellungnahme von Sozialminister
Haupt zum skandalösen Privilegienvertrag von Reinhart Gaugg in der
Pensionsversicherungsanstalt (PVA) fordert
SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Doris Bures. "Man muss Gaugg heißen, wenn
man es unter dieser Regierung ohne Befähigung weit bringen will: Rund
10.000 Euro monatlich, unkündbar auf Lebenszeit und das alles unter
Umgehung der vorgeschriebenen Dienstprüfung - das ist ein einmaliger
Privilegienskandal", kritisierte Bures am Samstag gegenüber dem
Pressedienst der SPÖ. Offensichtlich glaubt die FPÖ, dass PVA
"Persönliche Versorgungsanstalt" heißt. Verantwortlich für diesen
"skandalösen Fall von Posenschacher" zeichne Sozialminister Haupt,
"der Gaugg in die Funktion des stv. PVA-Generaldirektors gehoben hat
und diesen einmaligen Sondervertrag für seinen minderqulifizierten
Parteifreund erzwungen hat". Haupt soll daher endlich zu diesem
Vertrag Stellung nehmen, fordert Bures. ****
Während FPÖ-Chefin Riess-Passer die Pragmatisierung für "Otto
Normalverbraucher" abschaffen will, führe ihr Sozialminister sie für
Leute wie Reinhart Gaugg in der Pensionsversicherungsanstalt neu ein,
so Bures weiter. Auch die vielbeschworene leistungsbezogene
Entlohnung führe die FPÖ mit diesem "Sonderprivilegienvertrag" ad
absurdum: "Denn Gaugg, der sich offensichtlich nicht in der Lage
sieht, die vorgeschriebene Dienstprüfung zu bestehen, wird sein
Befähigungsnachweis einfach erlassen."
Mit der Causa Gaugg, so Bures abschließend, "hat die FPÖ ihr letztes
Quäntchen Glaubwürdigkeit verspielt". Aus der angeblichen
"Anti-Privilegien-Partei" wurde die "Privilegien-Partei schlechthin".
(Schluss) ml
Rückfragehinweis: Pressedienst der SPÖ
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at
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