Parnigoni: Strasser bei der Aufnahme neuer Exekutivbeamter "fahrlässig säumig"

Neuaufnahme ist längst überfällig

Wien (SK) Die nunmehr von Innenminister Strasser angekündigte Aufnahme von 275 Exekutivbeamten kommt "zwei Jahre zu spät und ist zu wenig weitreichend", erklärte SPÖ-Sicherheitssprecher Rudolf Parnigoni am Freitag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. "Es ist empörend, wenn der Innenminister versucht, diese längst überfällige Maßnahme als Erfolg zu verkaufen." Tatsache sei, dass neu aufgenommene Beamte erst nach der Absolvierung ihrer Ausbildung, also in zwei Jahren, zum Einsatz gelangen können. "Allerdings werden aufgrund der laut Kriminalstatistik dramatisch gesunkenen Aufklärungsquote zusätzliche Exekutivbeamte heute benötigt, nicht erst in zwei Jahren", so Parnigoni, der Strasser hier "fahrlässige Versäumnisse" vorwarf. ****

"Tatsache ist auch, dass unter Strasser erstmals die Polizeischule in Wien leer stand", so Parnigoni, "wenn nun mit dieser Maßnahme der sprichwörtliche Tropfen auf den heißen Stein erfolgt, ist dass keine Jubelmeldung, Herr Strasser, sondern eine längst überfällige Maßnahme". Abschließend betonte der SPÖ-Sicherheitssprecher, dass der Minister aufgrund der massiven Proteste der Exekutivbeamten zumindest eingesehen hat, dass es so nicht weiter gehen kann. "Insofern war der Protestmarsch der sozialdemokratischen Gewerkschafter genau das richtige Signal, weil Strasser offensichtlich die unmittelbare Drohung braucht", so Parnigoni abschließend. (Schluss) se

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